Guardini Stiftung: Thomas Eggensperger OP veröffentlicht Ausstellungsbesprechung 

Abb.: Guardini Stiftung

[25.06.2020] Die Corona-Krise stellt alle vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt ist sie eine Zeit des Social Distancing. Viele Menschen verbringen im Augenblick ihre Tage zu Hause – im Home Office, mit ihrer Familie oder auch allein. Viele beschäftigen uns nicht nur täglich mit den aktuellen Entwicklungen, sondern auch mit der Frage, wie es danach weitergehen soll. Expertinnen und Experten aus Politik und Literatur, Wissenschaft und Kunst und weiteren gesellschaftlichen Bereichen veröffentlichen auf der Website der Guardini Stiftung Berlin wie auch auf facebook und in einem eigenen Blog Interviews, kleine Texten, Lektüreempfehlungen oder sonstigen Inspirationen und lassen so an ihren Gedanken zur Krise teilhaben. 

Die Guardini Stiftung e.V. wurde 1987 ins Leben gerufen, um aus einer christlichen Position heraus einen Beitrag zum Kulturdialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Glauben zu leisten. Sie folgt dabei ihrem Namensgeber, dem Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini, der in den 1920er- und 30er-Jahren bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten in Berlin lehrte.

In der 26. Kalenderwoche 2020 veröffentlichte Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) eine Besprechung der derzeit im Historischen Museum Berlin zu sehende Ausstellung zu Leben und Werk der Journalistin und Philosophin Hannah Arendt.

 

Von der politischen und historischen Urteilskraft

Immer wieder: Hannah Arendt. Zu einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin (12. Mai bis 18. Oktober 2020)
Von Thomas Eggensperger OP

Das erste Mal in meinem Leben begegnete mir Hannah Arendt im Rahmen eines Hauptseminars des Philosophen Ernst Vollrath an der Universität Köln. Wir lasen und analysierten ihr Werk "Vita activa oder Vom tätigen Leben" (1960). Die Debatte war insofern prägend, da Vollrath nicht nur begeisterter Arendt-Forscher war, sondern sie auch noch persönlich aus einer gemeinsamen Zeit an der "New School for Social Research" in New York kannte. Sichtlich bewegt erzählte er von der gemeinsamen intellektuellen Zeit in den USA, die im Anschluss daran zu einem regelmäßigen Briefwechsel führte, der (noch) nicht veröffentlicht ist.Vollrath, damals selbst Professor für Politische Philosophie, titulierte Arendts Ansatz in seinen Schriften immer wieder als "Phänomenologie des Politischen" und dies mit gutem Grund, denn Arendt selbst lehnte es mehrfach explizit ab, sich Politische Philosophin zu nennen und präferierte es, als jemand gesehen zu werden, die Politische Theorie betreibt. Meine Begeisterung für die weitere Beschäftigung mit Arendt erlitt einen vorläufigen Dämpfer, als mein Plan, die theologische Diplomarbeit in Bonn über sie zu schreiben, vom anvisierten Betreuer abgelehnt wurde mit der Begründung, dass er nicht verstehe, was ich von dieser "Journalistin" wolle. Spätestens dann wurde mir klar, dass Hannah Arendt mit ihrem Ansatz durchaus polarisierenden Charakters war. (…)

 

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Thomas Eggensperger OP bespricht Festschrift für Mariano Delgado

Abb.: Aschendorff Verlag

[20.06.2020] Prof. Dr. Thomas Eggensperger, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) hat in der neuesten Ausgabe der renommierten Münsteraner Rezensionszeitschrift "Theologische Revue" die jüngst erschienene, von Prof. em. Dr. Michael Sievernich SJ (Universität Mainz) und Prof. Dr. Klaus Vellguth (PTH Vallendar) verantwortete Festschrift für den in Fribourg (Schweiz) lehrenden Kirchenhistoriker Prof. Dr. Mariano Delgado anlässlich dessen 65. Geburtstag besprochen:


Christentum in der Neuzeit. Geschichte, Religion, Mission, Mystik. Festschrift für Mariano Delgado, hrsg. v. Michael Sievernich und Klaus Vellguth, Freiburg/Br.: Herder 2020, 656 S., geb. € 80,00 ISBN: 978-3-451-39983-1.

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Dominikaner fordert gemeinsame Erklärung von Papst und Schiiten-Führern

Abb.: Domradio

[14.06.2020] Nach dem Dokument von Abu Dhabi (Foto: Unterzeichnung des Dokuments am 4. Februar 2019) fordert der Dominikaner Dr. Dennis Halft OP (Trier / Berlin) in einem Interview mit Katholisch.de auch eine gemeinsame Erklärung von Papst und Schiiten-Führern. Manche Ansichten würden Christen und Muslime teilen, andere tolerieren, wieder andere müssten sie zurückweisen. Trotzdem müsse man einander verstehen, so Halft. Der zentrale Unterschied bei Christen und Muslimen macht sich bei der Person Jesu bemerkbar, Doch es gebe auch einiges, das beide Religionen vereint.

Dr. phil. Dennis Halft OP (38) ist Islamwissenschaftler und katholischer Theologe. Er leitet den neu eingerichteten Lehrstuhl für Abrahamitische Religionen mit Schwerpunkt Islam und interreligiöser Dialog an der Theologischen Fakultät Trier und ist Senior Research Fellow des von seinem Orden getragenen Forschungszentrums "Institut M.-Dominique Chenu" in Berlin.

Das Interview führte Gabriele Höfling.

Frage: Herr Halft, glauben Christen und Muslime an den gleichen Gott?

Halft: Sie stellen die schwierigste Frage gleich zu Beginn. Um ehrlich zu sein: Sich im interreligiösen Dialog an dieser Frage aufzuhängen, ist nicht sehr hilfreich. Man müsste zurückfragen, was mit dem "gleichen Gott" gemeint ist. Einerseits glauben alle monotheistischen Religionen an den "einen Gott". Andererseits unterscheiden sie sich aber in den konkreten Gottesvorstellungen und Gottesbildern. Um Ihre Frage zu beantworten, müsste man also ganz genau hinschauen, welche Übereinstimmungen es gibt und welche Unterschiede.

Frage: Dann fangen wir vielleicht mit dem zentralen Unterschied an…

Halft: Das ist sicher die Person Jesu. Aus christlicher Perspektive ist der Glaube an Jesus Christus als dem menschgewordenen und auferstandenen Sohn Gottes wesentlich. Im Gottessohn vereinen sich Göttlichkeit und Menschlichkeit in einer Person. Für Muslime ist Jesus dagegen zwar ein wichtiger, aber doch nur ein Prophet unter vielen. Das ist für Christen nicht annehmbar, während Muslime andersherum bei unserem Christusverständnis Schwierigkeiten haben.

Lesen Sie hier weiter >> 

 

Das Dokument von Abu Dabi in deutscher Übersetzung (Vatican news) >>

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SE: Land Israel (Halft / Buß) >>
 
Universität Hannover
• SE: Religion und Offenbarung (Eggensperger) >>
 
Universität Innsbruck
• VL: Kontextuelle Theologie (Bauer) >>
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