Ulrich Engel OP: Kongressvortrag an der PTH St. Augustin SVD
 

[10.12.2015] Unter dem Titel "Missionsland Deutschland - (Von) Den Orden aufgegeben?!" diskutierten vom 7.-9. Dezember 2015 rund 50 Studierende, Lehrende und Praktiker Katholischer Theologie über den Stand der Evangelisierung in Deutschland und die Rolle der Orden bei missionarischen und pastoralen Aufgaben in Kirche und Gesellschaft. Die PTH St. Augustin bei Bonn, die von der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare (SVD) getragen wird, veranstaltete die Studientage als wissenschaftlichen Beitrag zum Jahr der Orden, das noch bis Februar 2016 läuft.

Die Tage begannen jeweils mit Impulsvorträgen. Nachmittags diskutierten die Teilnehmer in drei bis vier unterschiedlichen Panels mit Vertretern verschiedener kirchlicher Stellen oder Orden über thematisch verwandte Erfahrungen und Projekte.

Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Institut M.-Dominique Chenu Berlin und PTH Münster, sprach am dritten Tag (9.12.2015) über die Zukunft des Ordenslebens und Formen von Mission in Deutschland. Die Panels am Nachmittag widmeten sich konkreten Projekten von Ordensgemeinschaften. Im Anschluss an die Studientage fand die Verleihung des Wissenschaftspreises "Begegnung der Kulturen" an Dr. Judith Gruber statt. Die PTH plant die Herausgabe eines Sammelbandes mit allen Vorträgen und Zusammenfassungen aus den Panels der Studientage.

Programm der Tagung >>

Zusammenfassung des Vortrags von U. Engel OP >>

Tagungsbericht >>

Website der PTH St. Augustin SVD >>

 

 

 

Radiofeature: Ulrich Engel OP zur Zukunft des Ordenslebens
 

[20.11.2015] Am ersten Advent des vergangenen Jahres hat Papst Franziskus das "Jahr der Orden" ausgerufen. War es ein Notruf? Wenn man sich in Deutschland umschaut, ist man geneigt, Ja zu sagen. Denn zwischen Nordsee und Alpen stehen zahlreiche Klöster leer, und die Mitgliederzahlen der Gemeinschaften nehmen drastisch ab. Gab es beispielsweise im Jahr 1994 hierzulande noch 37.679 Nonnen, waren es 2014 nur noch 17.513 - ein Rückgang um mehr als die Hälfte. Viele Konvente sind mittlerweile so klein, dass sie ihre angestammten Sitze verlassen und sich mit anderen Klöstern zusammengeschlossen haben. Die Ordensgemeinschaften stecken offensichtlich in einer schweren Krise. Wie kann, so lautet die zentrale Herausforderung, die Lebensform der Ordensleute zukunftsfähig werden?

Einer der Gesprächspartner des Mainzer SWR-Journalisten Ulrich Pick in der 25-minütigen SWR2-Sendung am 8.11.2015 war Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster).

Manuskript der Sendung zum Downloaden (SWR2-Sebsite) >>

Sendung in der ARD-Mediathek zum Nachhören >> 

 

 

Institut M.-Dominique Chenu Berlin unterstützt Versammlung in Rom
 

[17.11.2015] Am 16. November 2015 jährte sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des sog. Katakombenpaktes. 1965 – drei Wochen vor dem Abschluss des II. Vatikanischen Konzils – trafen sich in den Domitilla-Katakomben am Stadtrand Roms 40 Bischöfe aus der ganzen Welt. Sie versprachen in 13 Selbstverpflichtungen ein einfaches Leben zu führen, ihren Machtinsignien zu entsagen und einen Pakt mit den Armen zu schließen. Was die Bischöfe taten, erhielt später die Bezeichnung Option für die Armen. Den Bischöfen des Katakombenpaktes ging es um ein ganz bestimmtes Kirchenbild, das wieder aufscheint, wenn Papst Franziskus schreibt: „Die Kirche ‘im Aufbruch‘ (…) stellt sich durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzt die Distanzen, erniedrigt sich nötigenfalls bis zur Demütigung und nimmt das menschliche Leben an, indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt.“ (Evangelii Gaudium 24)

An dieses Kirchenbild knüpfte die Versammlung "Katakombenpakt erinnern und erneuern!"an, die vom 11.-17. November in Rom stattfand, organisiert vom Institut für Theologie und Politik (Münster) in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Pro Konzil. 250 Menschen aus aller Welt und aus verschiedenen Initiativen, Orden, Universitäten und Bewegungen trafen sich in der Ewigen Stadt. Referenten der Versammlung waren u.a. Bischof Luigi Bettazzi (Italien), einer der letzten noch lebenden Erstunterzeichner des Paktes, Bischof Erwin Kräutler (Brasilien), der Theologe Jon Sobrino SJ (El Salvador) sowie der muslimische Befreiungstheologe Kacem Gharbi (Tunesien).

Das Institut M.-Dominique Chenu Berlin zählt neben anderen Organisationen zu den Unterstützern der Versammlung in Rom.

Zur Website "Katakombenpakt erinnern und erneuern" >>

 

 

 

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