Thomas Eggensperger OP bespricht Festschrift für Mariano Delgado

Abb.: Aschendorff Verlag

[20.06.2020] Prof. Dr. Thomas Eggensperger, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) hat in der neuesten Ausgabe der renommierten Münsteraner Rezensionszeitschrift "Theologische Revue" die jüngst erschienene, von Prof. em. Dr. Michael Sievernich SJ (Universität Mainz) und Prof. Dr. Klaus Vellguth (PTH Vallendar) verantwortete Festschrift für den in Fribourg (Schweiz) lehrenden Kirchenhistoriker Prof. Dr. Mariano Delgado anlässlich dessen 65. Geburtstag besprochen:


Christentum in der Neuzeit. Geschichte, Religion, Mission, Mystik. Festschrift für Mariano Delgado, hrsg. v. Michael Sievernich und Klaus Vellguth, Freiburg/Br.: Herder 2020, 656 S., geb. € 80,00 ISBN: 978-3-451-39983-1.

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Dominikaner fordert gemeinsame Erklärung von Papst und Schiiten-Führern

Abb.: Domradio

[14.06.2020] Nach dem Dokument von Abu Dhabi (Foto: Unterzeichnung des Dokuments am 4. Februar 2019) fordert der Dominikaner Dr. Dennis Halft OP (Trier / Berlin) in einem Interview mit Katholisch.de auch eine gemeinsame Erklärung von Papst und Schiiten-Führern. Manche Ansichten würden Christen und Muslime teilen, andere tolerieren, wieder andere müssten sie zurückweisen. Trotzdem müsse man einander verstehen, so Halft. Der zentrale Unterschied bei Christen und Muslimen macht sich bei der Person Jesu bemerkbar, Doch es gebe auch einiges, das beide Religionen vereint.

Dr. phil. Dennis Halft OP (38) ist Islamwissenschaftler und katholischer Theologe. Er leitet den neu eingerichteten Lehrstuhl für Abrahamitische Religionen mit Schwerpunkt Islam und interreligiöser Dialog an der Theologischen Fakultät Trier und ist Senior Research Fellow des von seinem Orden getragenen Forschungszentrums "Institut M.-Dominique Chenu" in Berlin.

Das Interview führte Gabriele Höfling.

Frage: Herr Halft, glauben Christen und Muslime an den gleichen Gott?

Halft: Sie stellen die schwierigste Frage gleich zu Beginn. Um ehrlich zu sein: Sich im interreligiösen Dialog an dieser Frage aufzuhängen, ist nicht sehr hilfreich. Man müsste zurückfragen, was mit dem "gleichen Gott" gemeint ist. Einerseits glauben alle monotheistischen Religionen an den "einen Gott". Andererseits unterscheiden sie sich aber in den konkreten Gottesvorstellungen und Gottesbildern. Um Ihre Frage zu beantworten, müsste man also ganz genau hinschauen, welche Übereinstimmungen es gibt und welche Unterschiede.

Frage: Dann fangen wir vielleicht mit dem zentralen Unterschied an…

Halft: Das ist sicher die Person Jesu. Aus christlicher Perspektive ist der Glaube an Jesus Christus als dem menschgewordenen und auferstandenen Sohn Gottes wesentlich. Im Gottessohn vereinen sich Göttlichkeit und Menschlichkeit in einer Person. Für Muslime ist Jesus dagegen zwar ein wichtiger, aber doch nur ein Prophet unter vielen. Das ist für Christen nicht annehmbar, während Muslime andersherum bei unserem Christusverständnis Schwierigkeiten haben.

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Das Dokument von Abu Dabi in deutscher Übersetzung (Vatican news) >>

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2/2020: "Sich reiben am Katholischen. Beispiel Österreich"

Abbildung: www.wort-und-antwort.de

[05.06.2020] Obwohl die katholische Kirche auch in Österreich stetig Mitglieder verliert, kann sie sich an den religiösen Bewegungen junger Katholik*innen erfreuen. Im Gesamtkontext jedoch dürften diese aktiven Gruppierungen eine kleine Minderheit bilden: Zwischen 2014–2016 bezeichneten sich 44 % der jungen Österreicher*innen (16–29 Jahre) selber als katholisch. Davon gaben 3 % an, wöchentlich oder öfter an Gottesdiensten teilzunehmen, 17 % davon aber praktisch nie...

Im neuen Themenheft der Dominikanerzeitschrift "Wort und Antwort" beschreibt Joanna Jimin Lee MC aus ihrer Erfahrung als Hochschulseelsorgerin, welche Einstellungen junge Katholik*innen mitbringen. Eine soziologische Analyse wird seitens Anne Gujon, Sandra Jurasszovich und Michaela Potančoková geliefert – Szenarien auf 30 Jahre hin, was Demographie und Religion in Österreich angeht. Eine besondere Situation in der österreichischen katholischen Kirche bilden die Orden. Nach den säkularisierenden Vorgaben von Kaiser Joseph II. gingen die Orden eigene Wege, die im Blick auf ihre Genese wie auch ihre Konsequenzen für heute seitens des Erzabts Korbinian Birnbacher OSB aufgezeigt werden. Thomas G. Brogl OP, Provinzial der Süddeutsch-Österreichischen Dominikaner-Provinz, beschäftigt sich mit dem österreichischen Maler Arnulf Rainer und seiner Kunst als kontemplativem Weg. Der Leiter der Salzburger Hochschulwochen, Martin Dürnberger, skizziert die Geschichte dieser renommierten theologischen Werkwoche von ihrem Beginn an. Der Journalist Otto Friedrich stellt aus seiner Sicht das Wechselverhältnis von Katholischer Kirche und Gesellschaft in Österreich dar. Ulrich Engel OP zeigt die Bedeutung des in Wien als Prediger wirkenden Ordensmanns Diego Hanns Goetz OP, der gleichzeitig im urbanen Kulturgeschehen präsent war, auf. Ein Zeitgenosse von ihm, der Wiener Erzbischof Franz Kardinal König, wird am Beispiel eines Textes über Wert und Bedeutung von Religion durch Gabriel Theis OP einer Relecture unterzogen.

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PTH Münster
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• VL (Block 14.-16. Jan.): Mystische Dimensionen des Islam (Halft) >>

Universität Potsdam
• SE: Religion in Zeiten von Corona (Eggensperger / Engel) >>
 
Universität Hannover
• SE: Gottesfrage. Erkundungen mit Thomas v. Aquin (Eggensperger)
 
KU Eichstätt
SE: Das "Gesetz" in der STh des Thomas v. Aquin (Eggensperger)
LK: Das Politische in/an Hannah Arendts „Freundschaft“ (Eggensperger)
 
Theol. Fakultät Trier
• VL: Das Judentum zur Zeit des zweiten Tempels (Halft) >>
SE: Muslimische Bibelauslegung (Halft) >>
 
Universität Innsbruck
• VL: Pastoraltheologische Grundlagen (Bauer) >>
SE: Homiletik (Bauer) >>
 
 
 

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E. Van Stichel / Th. Eggensperger OP / M. Kalsky / U. Engel OP (Eds.), Fullness of Life and Justice for All: Dominican Perspectives, ATF Theology Adelaide, Australia 2020, 380 pp., ca. 20-25 €

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