4/2022: "Sterben. Prozesse gestalten"

 

Abbildung: www.wort-und-antwort.de

[30.11.2022] Sterbeprozesse werden im neuen WORT UND ANTWORT-Heft thematisiert. Was allerdings zu einem Sterbeprozess zählt, ist nicht einfach zu definieren. Weder ist der Beginn des Sterbens zeitlich eindeutig bestimmbar, noch konnte man sich bislang auf eine verbindliche Definition über den Todeszeitpunkt – also über das Ende des Sterbens – verständigen. Persönliche wie gesellschaftliche Einstellungen beeinflussen den Sterbeprozess.

In neuerer Zeit werden Sterbeprozesse auch in übertragenem Sinne debattiert. So problematisiert Sabine Horstmann (Dortmund) in gesellschaftspolitischer Hinsicht die aktuell einseitige Aufmerksamkeit für das Artensterben, während Laetitia Röckemann OP (Schwalmtal-Waldniel) ihren Beitrag kirchlich fokussiert und sich mit dem Sterben ganzer Klostergemeinschaften befasst. Oftmals entschärfende Umgangsweisen mit dem Wissen um die unweigerlich auf den Mensch zukommende Endphase des Lebens betrachtet Johann Ev. Hafner (Potsdam) aus religionswissenschaftlicher Sicht. Die in der Schweiz weithin bekannte Seelsorgerin Ingrid Grave OP (Ilanz) berichtet, wie sie eine zum selbstbestimmten Sterben entschlossene Domina bis in ihren Tod begleitet hat. Angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine, zivilem Widerstand gegen Ungerechtigkeiten und religiös begründetem Martyrium fragt Klaus Mertes SJ (Berlin), wofür es sich zu sterben lohnt. Im „Stichwort“ problematisiert Franziskus Knoll OP (Chur) die immer wieder gern zitierte Kategorie eines „würdevollen“ Sterbens. Norbert Schmeiser (Bad Säckingen) stellt mit Rose Hawthorne Lathrop eine Dominikanerin vor, die sich in den von ihr gegründeten Einrichtungen für Krebskranke um ein solches Sterben in Würde gesorgt hat. Schlussendlich erinnert Theresa Denger (San Salvador) mit ihrer Relecture eines Textes von Jon Sobrino SJ an Leben, Kampf und vorzeitigen Tod so vieler Campesinos und Kleriker aus dem „gekreuzigten Volk“ El Salvadors.

 

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Thomas Eggensperger OP: Europe - Individualization in the sphere of the “mundane”

 

Foto: comiucup.net

(20.11.2022) From 18th to 22nd of November, 2022, the COMUICAP World Congress Manila 2022 took place at the University of Santo Tomás in the Capital of Philipines. In context of the motto of the meeting "Faith, Reason and Dialogue: Listening to Asia" Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin) gave a lecture about Europe: Individualization in the sphere of the “mundane”.

 The term “secularization” in describing the relation if “faith” and “reason” in the Western world has since become open to a variety of interpretations and meanings to such an extent that it is worth keeping it within the meaning that is to be examined. It is therefore necessary to clear away the myths. Processes of modernization are in no way simply breaking away from religiosity, Church and spirituality but they are of a varied nature. The rightly named “multiple modernities” make it clear that the idea of secular Europe is far too general to leave it like that for the whole of Europe. The process of modernization can be interpreted - depending on one's view – positively regarding its rationalization or negatively regarding its loss of transcendence. Both views can be seen again and again in debates and they do not even exclude each other.

In the paper is suggested placing more value on the individualizationprocess than on the  classic idea of secularization and its variations because as an approach for dealing with current social processes the former will lead further and will have less impact sociologically.

As a consequence, it is worth looking at the space, which is still an in-between space, in which coordination of existential matters takes place. A sphere that includes and implies the political, the public, the secular and the religious should logically be described with an unburdened term such as that of the 'mundane'. Modernization is therefore individualization in the sphere of the “mundane”.

 

 

Website des COMUNICAP World Congress 2022 >>

 

 

 

 

 

Drei Mitglieder des IMDC beteiligen sich an der CTS-Ringvorlesung 2022/23

 

Foto: CTS Berlin

 

[30.10.2022] Es ist unübersehbar: Für viele Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ist die alte Unterscheidung zwischen „religiös“ und „säkular“ bedeutungslos geworden. „Der Himmel ist nicht verschwunden“, so bringt es der Historiker Thomas Großbölting auf den Punkt, „wohl aber für immer mehr Menschen wie auch für immer größere gesellschaftliche Zusammenhänge verloren gegangen“ (Der verlorene Himmel. Glaube in Deutschland seit 1945, Göttingen 2013, S. 12). Zugleich jedoch sind im urbanen Kontext Berlins unzählige Menschen auf ihre je eigene Weise spirituell unterwegs. Die erste Ringvorlesung, mit der sich der 2021 neu gegründete „Campus für Theologie und Spiritualität Berlin“ (CTS Berlin) der Öffentlichkeit vorstellt, thematisiert nicht bloß diesen Verlust, sondern erkundet im Rückgriff auf die vielfältigen spiritualitäts- und ordenstheologischen Traditionsbestände auch neue Gestalten einer christlichen Praxis, die in Zukunft „vielleicht ganz unreligiös“ (Dietrich Bonhoeffer) sein wird. Die am CTS Berlin Lehrenden und Kolleg*innen aus anderen Hochschulen setzen sich an insgesamt zehn Abenden mit der Frage auseinander, „wie Glauben in der säkularen Gesellschaft geht“ (Erzbischof Dr. Heiner Koch, Tagesspiegel v. 29.3.2019).

Am 25.10.2022 konnte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin) den Reigen der Vorlesungen eröffnen. In seiner Funktion als Gründungsbeauftragter des CTS Berlin verortete er die Reflexionen im Analysedreieck von Spiritualität, Urbanität und Post/SäkularitätNeben der Auseinandersetzung in der Sache möchte die Ringvorlesung auch, so Engel, die Menschen am neuen Campus mitsamt ihren Denkansätzen der Berliner Stadtöffentlichkeit (und zwar nicht bloß der katholischen!) vorstellen.

Am 1.11.2022 trug Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin) vor. Sein Vortrag trug den Titel Im Raum des „Mundanen“. Dabei suchte Eggensperger jenseits des inzwischen überholten Säkularisierungsparadigmas die postsäkulare Gesellschaft in einer alternativen Weise zu interpretieren.

Am 8.11.2022 folgte die Vorlesung von Felix Geyer ISch, Dipl.-Theol. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin). Geyer sprach zum Thema "Doing Theology" und befasste sich vor dem Hintergrund werttheoretischer Reflexionen mit der Frage nach dem erkenntnistheoretischen Status einer praktisch verorteten und gesellschaftsrelevanten Theologie.  

Die Ringvorlesung ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Guardini Stiftung. Die Vorträge mit Diskussion finden jeweils Dienstag 18:30 – 20:00 Uhr in der Guardini Galerie, Askanischer Platz 4, 10963 Berlin, statt. Die Vorlesungen werden als Videoaufzeichnung anschließend auch online abrufbar sein. 

 

Infos zu den kommenden Veranstaltungen der Ringvorlesung auf der Website des CTS Berlin  >>

 

Zum YouTube-Kanal des CTS Berlin mit den ersten Vorlesungen der Reihe >>

 

 

 

 

 

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Lehrveranstaltungen WS 2022/23


 
Christian Bauer OPL
• VL: Theologie der pastoral (Innsbruck) >>
• VL: Orte der Pastoral (Innsbruck) >>
UE: Homiletik (Innsbruck) >>
• SE: Forschungsseminar (Innsbruck) >> 
 
Thomas Eggensperger OP
WW: Theologie trifft Politik (CTS Berlin) >>
• WW: Lebensformen und Gemeinschaftsbildung (CTS Berlin) >>
• SE: Suche nach Frieden nach dem Frieden (KU Eichstätt) >>
LK: Hannah Arendt: On Revolution (KU Eichstätt) >>
LK: Theologie(n) in Europa – aktuelle Debatten (Hannover) >>
 
Ulrich Engel OP
VL: Wandel der Religiosität (CTS Berlin) >>
• WW: Spiritualität und Säkularität in urbaner Spätmoderne (CTS Berlin) >> 
• VL: Theologie und Erfahrung (PTH Münster) >>
 
Felix Geyer ISch
SE: Servicelearning (CTS Berlin) >>
 
Dennis Halft OP
• VL: Anfänge von Judentum, Christentum und Islam (Trier) >>
SE: Theorie und Praxis des interreligiösen Dialogs (Trier) >>
OS: Christlicher Antijudaismus in Trier (Trier) >>
 
 
 

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E. Van Stichel / Th. Eggensperger OP / M. Kalsky / U. Engel OP (Eds.), Fullness of Life and Justice for All: Dominican Perspectives, ATF Theology Adelaide, Australia 2020, 380 pp., ca. 20-25 €

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