Ulrich Engel OP referiert auf Kongress von JKI, Katho NRW und CTS Berlin

 

Abb.: Schönstatt TV (Video Still)

[25.10.2021] Bildung ist ein „Mega-Thema“ der Zeit. Seit dem PISA-Schock und den Bologna-Reformen reißen politische, gesellschaftliche und akademische Debatten um den Stellenwert der Bildung im Zeitalter des „Lebenslangen Lernens“ nicht ab. Woraufhin Menschen sich bilden sollen, welche expliziten Bildungsziele oder impliziten Bildungsideale im pädagogischen Prozess anvisiert werden sollen, das sind Fragestellungen, die sich allerdings nicht rein empirisch beantworten lassen. Eine Pädagogik, die sich darüber nicht Rechenschaft gibt, überlässt es den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Akteuren, diese Leerstelle zu füllen.

Ein Kongress in Schönstatt, veranstaltet vom Josef-Kentenich-Institut der Schönstatt-Bewegung (JKI), der Katholischen Hochschule NRW (KatHO) und dem Campus für Theologie und Spiritualität Berlin (CTS Berlin), suchte vom 21. bis zum 23. Oktober 2021 nach Wegen zu einer ganzheitlichen, personalen Bildung. Dabei spielten der Zusammenhang von Bindungs-, Werte und Sinnorientierung eine herausgehobene Rolle. Die Anschlussfähigkeit einer solchen Bildungskonzeption an aktuelle Diskurse der Bindungsforschung, der Wertetheorie, der Erziehungswissenschaft und der Religionspädagogik sollte bei dem gut besuchten, hybrid durchgeführten Kongress kritisch reflektiert werden. Hochkarätige Referent*innen hatten ihre Mitwirkung vor Ort zugesagt: Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing (Marburg / Berlin), Prof. Dr. Alexander Trost (Aachen), P. Raúl Espina ISch (Schönstatt / Santiago de Chile), PD Dr. Paul Platzbecker (Essen), Sr. Dr. Dorothea Schlickmann (Schönstatt), Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann (Aachen), Dr. Déogratias Maruhukiro ISch (Freiburg/Br.), Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bonn), Prof Dr. Clauß Peter Sajak (Münster) und Prof. Dr. Joachim Söder (Aachen).

Seitens des CTS Berlin referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin) zu einem ganzheitlichen Konzept akademischer Bildung, wie es den Aktivitäten des 2021 eröffneten Campus für Theologie und Spiritualität Berlin zugrunde liegt. Dazu rekurrierte er auf Bildungsvorstellungen von Meister Eckhart über Immanuel Kant bis Helmut Peukert. Darüber hinaus nahm Engel an einem Panel zum Thema "Normative Bildungsinhalte" teil, auf dem er, moderiert von Prof. Dr. Joachim Söder und Herrn Christian Schulze (JKI), mit Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing und Prof. Dr. Kathrin Bieler (FOM) diskutierte. 

Videoaufzeichnungen der Vorträge (u.a. auch der Input von Prof. Engel: https://www.youtube.com/watch?v=OLzbSvHU7_8) sind über den YouTube-Kanal von Schönstatt TV abrufbar. 

 

Zur Website des Bildungskongresses (inkl. Programm) >>

 

Zur Website des JKI >>

 

Zur Website des CTS Berlin >>

 

 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP veröffentlicht Artikel zu widerständiger Reich Gottes-Praxis

 

Abb.: Pustet

[20.10.2021] Drohen rechte Positionen "normal" zu werden in der Gesellschaft? Ausgangspunkt für eine Antwort ist eine sozialwissenschaftliche Analyse rechter Positionen und ihres gesellschaftlichen Kontextes. An welche Diskurse und gesellschaftlichen Entwicklungen schließen diese an? Wie tragen sie dazu bei, nationalistisch-völkische, antifeministische und antidemokratische Positionen zu etablieren?

Die theologischen Reflexionen des jüngst publizierten Buches sehen die Frage nach dem Umgang mit der "rechten Normalisierung" nicht bloß als eine pragmatische, sondern als eine genuin theologische: Kann eine politische Theologie hier gegensteuern? Welche theologischen Kriterien lassen sich im Rahmen einer Theologie des Reiches Gottes gewinnen? Können sich die Kirchen als neutrale Räume der Begegnung unterschiedlicher Positionen verstehen? Wo braucht es ihre Parteilichkeit und prophetische Unterbrechungen

Das Buch ist entstanden aus einem Protest von Theolog*innen und anderen Aktivist*innen gegen die Einladung eines AfD-Vertreters zum Katholikentag 2018 in Münster. Eine Tagung im Haus am Dom in Frankfurt/M. suchte Anfang 2020 die Argumente im Streit um die damalige Entscheidung von ZdK und Katholikentagsleitung wie auch - in größerer Perspektive - das, was hier mit "rechter Normalisierung" beschrieben wird, kritisch zu diskutieren. Maßgeblich initiiert wurde die Debatte wie auch die Frankfurter Tagung von den Mitgliedern des AK Politische Theologie, der im Umfeld des Instituts für Theologie und Politik (Münster) beheimatet ist.

Auf Einladung des AK Politische Theologie referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Phil.-Theol. Hochschule Münster) in Frankfurt zu kollektiven Reich Gottes-Praxen im Konjunktiv. Eine erweiterte Fassung des Vortrags findet sich in dem Sammelband der Tagung. Im ersten Abschnitt seines Textes setzt Engel an bei Franz Kafka und seiner Erzählung „Vor dem Gesetz“ einschließlich der entsprechenden Interpretationen von Jacques Derrida und Judith Butler. Mit diesen – Kafka, Derrida und Butler – stellt er das vom ZdK vorgebrachte Argument der demokratischen Notwendigkeit hinsichtlich seines normativen Anspruchs in Frage. Walter Benjamin folgend liest Engel im zweiten Teil seines Textes dessen Essay „Kritik der Gewalt“ einschließlich der Deutung von Jacques Derrida. In „Kritik der Gewalt“ sucht Benjamin einen Punkt jenseits der faktischen Rechtsordnung zu bestimmen, von dem aus eine rein formal begründete Rechtsgewalt kritisiert werden kann. Der dort gesuchte Punkt kann nach Meinung von Engel in theologischer Hinsicht als Reich Gottes-Praxis beschrieben werden. Im dritten Abschnitt schließlich bezieht sich der Autor auf drei (z. T. vergessene) Theologen – Erik Peterson, Hermann Keller OSB und Ignatius Th. Eschmann OP –, die sich allesamt in faschistischer Zeit und machtkritischer Absicht politisch-theologisch mit dem Reich Gottes-Begriff auseinandergesetzt haben. Mit ihrer Hilfe sucht Engel den mit Benjamin eruierten Punkt der Reich Gottes-Praxis inhaltlich näher bestimmen. 

 

Bibliographie:

Ulrich Engel, Kollektive Reich Gottes-Praxen im Konjunktiv. Politisch-theologische Reflexionen wider die rechte Normalisierung, in: J.N. Collet / J. Lis / G. Taxacher (Hrsg.), Rechte Normalisierung und politische Theologie. Eine Standortbestimmung, Verlag Friedrich Pustet Regensburg und Institut für Theologie und Politik Münster 2021, 139–157. 

Jan Niklas Collet / Julia Lis / Gregor Taxacher (Hrsg.), Rechte Normalisierung und politische Theologie. Eine Standortbestimmung, Verlag Friedrich Pustet Regensburg und Institut für Theologie und Politik Münster 2021, 280 S. € 26,95, ISBN/EAN 9783791732879.

 

Zum Buch auf der Website des Pustet Verlags (Regensburg) >>

 

Zur Website des Instituts für Theologie und Politik (Münster) >>

 

Zur Website des Haus am Dom (Frankfurt/M.) >>

 

 

 

 

 

 

Deutsche Bischofskonferenz: Dr. Dennis Halft OP zum Berater berufen

 

Abb.: katholisch.de

[29.09.2021] Auf der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wurde Dr. Dennis Halft OP, Dipl.-Theol. (Theologische Fakultät Trier / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) für die Arbeitsperiode 2021-2026 zum Berater der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog gewählt.

Die Unterkommission für den Interreligiösen Dialog ist der Kommission Weltkirche (X) zugeordnet und nimmt einen dreifachen Auftrag wahr: Sie setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den christlich-islamischen Dialog ein, sie erarbeitet kirchliche Positionen im Dreiecksverhältnis Kirche – Staat – Islam und sie gestaltet den Dialog der deutschen Bischöfe mit führenden Vertretern des Islam. Mitglieder der Unterkommission sind Dr.  Bertram Meier, Bischof von Augsburg (Vorsitzender), Dr. Karlheinz Diez, Weihbischof in Fulda, und Wilhelm Zimmermann, Weihbischof in Essen.

Wir gratulieren Dennis Halft OP zu seiner Ernennung!

 

 

 

  

 

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Lehrveranstaltungen WS 2022/23


 
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Thomas Eggensperger OP
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LK: Hannah Arendt: On Revolution (KU Eichstätt) >>
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Ulrich Engel OP
VL: Wandel der Religiosität (CTS Berlin) >>
• WW: Spiritualität und Säkularität in urbaner Spätmoderne (CTS Berlin) >> 
• VL: Theologie und Erfahrung (PTH Münster) >>
 
Felix Geyer ISch
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Dennis Halft OP
• VL: Anfänge von Judentum, Christentum und Islam (Trier) >>
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