"Evangelium, Kirche und die 'Anderen'"

 

 

[12.4.2016] Am 8. April 2016 veröffentlichte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) im theologischen Feuilleton "feinschwarz.net" drei Thesen zu einer Theologie in/für Ostdeutschland. Auf Einladung der Redaktion des Internetportals publizierte Engel seine Reflexionen. Beiträge weiterer Theolog*innen ergänzen die kleine Reihe zum Thema.

Ulrich Engel schreibt: "Der Osten, so behauptet die Redaktion von feinschwarz.net, sei ein theologisches Zukunftslabor. Wenn das stimmt, müsste so etwas wie eine kontextuelle Theologie für/in Ostdeutschland zu entwickeln sein. Ein solches ambitioniertes theologisches Projekt hätte sich (mindestens) dreifach zu verantworten: gegenüber dem Evangelium, gegenüber der Kirche und gegenüber den „Anderen“. Das gilt, insofern ..."

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Evangelium, Kirche und die ‚Anderen‘

Thomas Eggensperger OP: Festvortrag zur Zukunft des Ordenslebens
 
 

[10.04.2016] Unter Beteiligung des nordrhein-westfälischen Landesministers für Wirtschaft und Energie, Herrn Garrelt Duin, wurde am 8. April 2016 das neue  Tourist-Informationszentrums der Klosterregion in der Abtei Marienmünster eingeweiht. Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) war als Festredner geladen. In seinem viel beachteten Vortrag fragte er, ob Klöster klassische Innovationslabore oder doch eher Auslaufmodelle seien. Während der anschließenden Führungen zum Besucherzentrum und zum wunderschön angelegten Abteigarten, konnten sich die Besucher einen persönlichen Eindruck verschaffen.

 

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Ekklesiologische Bedeutung neutestamentlicher Jünger*innenschaft
 
 

[20.03.2016] Auf Einladung des Studentats der Süddeutsch-Österreichischen Dominikanerprovinz vom hl. Albert gab Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 18. März 2016 im Wiener Konvent ein theologisches Tagesseminar zum Thema „Jüngerschaft“. Ausgehend von den drei zentralen jesuanischen Vergemeinschaftungsformen Amt, Jünger*innenschaft und Volk (Gottes) (vgl. z.B. LK 6,12-20a) zeigte Engel, dass und warum das Thema Jünger*innenschaft heute ekklesiologisch kaum noch eine Rolle spielt. Hierfür mitverantwortlich sind nicht zuletzt die heftigen Auseinandersetzungen um die konzeptionelle Anlage der Kirchenkonstitution „Lumen gentium“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Zwischen den beiden Polen Volk und Amt ist nach/konziliar die kirchliche Lebensform der Jünger*innenschaft aufgerieben worden. Systematisch-theologisch gesehen ist nach Engel hier der entscheidende Grund für die nach 1968 manifest gewordene strukturelle Krise des Ordenslebens zu suchen. Im postmodernen Kontext, so Engels Vorschlag, ist nicht nur die biblische Gestalt der Jünger*innenexistenz zu rekonstruieren; vielmehr noch gilt es, die im Neuen Testament auch anzutreffenden Hybridformen „uneigentlicher“ Jünger*innenschaft in Erinnerung zu rufen – Neugierige“ wie Nikodemus (Joh 3,1f.); Anhänger“ wie Josef von Arimathäa, „der im geheimen ein Jünger ist“ (Joh 19,38); „befreundete Familien“ wie Lazarus und seine Schwestern Maria und Martha (Joh 11,1-45); „Menschen, die zweitweise mit Jesus ziehen“ wie Bartimäus (Mk 10,52); ortsfeste Sympathisant*innen (alle Zitate: Gerhard Lohfink, Braucht Gott die Kirche? Zur Theologie des Volkes Gottes, Freiburg/Br. 1998, S. 205-216) – und ekklesiologisch bzw. ordenstheologisch zu rezipieren. Denn diese hybriden Nachfolgegestalten entsprechen vielleicht am ehesten dem posttraditionalen, spätmodernen gemeinschaftlichen Lebensgefühl...

 

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Thomas Eggensperger OP
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Ulrich Engel OP
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Felix Geyer ISch
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