Thomas Eggensperger OP referiert über Las Casas und Mission

[02.05.2018] Auf Einladung der Dominikanerinnen von Wien-Hacking referierte Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) am 1. Mai 2018 in der österreichischen Hauptstadt über den Verteidiger der Menschen- und Indiorechte, Bartolomé de Las Casas OP (1484-1566) und über historische wie aktuelle Missionsvorstellungen. Anlass war das jährlich stattfindende Treffen der "Familia Dominicana" - Schwestern, Laien und Brüder des Predigerordens - in Wien.  

Mit der europäischen Expansionspolitik verbindet man heute – zu Recht – Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen. Als die spanischen Siedler den amerikanischen Kontinent eroberten, nahmen sie kaum Rücksicht auf die amerikanischen Ureinwohner, und die Ausbeutung, ja Vernichtung ganzer Völker wurde zunächst ungefragt akzeptiert. Erst die kritischen Stimmen spanischer Dominikaner in Santo Domingo lenkten den Blick auf das geschehene Unrecht. Vor allem der spanische Priester Bartolomé de Las Casas wurde zum unerbittlichen Verteidiger der „Indios“. Gleichzeitig gab es in Spanien intensive akademische Debatten, in denen – beeinflusst von Las Casas – vor allem die „Schule von Salamanca“ erstmals Ansätze zu einem modernen Verständnis von Menschenrechten und Völkerrecht entwickelte.

 

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