Band 19 der Reihe "Dominikanische Quellen und Zeugnisse" erschienen 

[11.10.2015] "Wir haben Gottes Spuren festgestellt", "Kommt herbei, singt dem Herrn", "Pilger sind wir Menschen"... – die Lieder von Diethard Zils OP kennt fast jeder. Auf Katholikentagen und Evangelischen Kirchentagen füllte er große Foren. Pünktlich zu seinem 80. Geburtstag sind in dem von Frano Prcela OP, Dipl.-Theol. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Dominikanerkonvent Mainz) herausgegebenen Buch Diethard Zils' Gedanken zu Themen versammelt, die ihn ein ganzes bewegtes Leben lang beschäftigen: Glaubensvermittlung, Kirche, Jugendarbeit und Liturgie, Politik und Kroatien...

Im Rahmen einer großen Geburtstagsfeier am 11. Oktober 2015 in Mainz konnte Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) in seiner Eigenschaft als einer der Herausgeber der Reihe "Dominikanische Quellen und Zeugnisse" (DQZ) zusammen mit dem Oberen der Mainzer Dominikanerkommunität, Peter Kreutzwald OP, dem Jubilar das Buch überreichen.

Bibliographie: Diethard Zils, Trotz und Träume. Zwischen Politik und Liturgie, herausgegeben von Frano Prcela (Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 19), St. Benno Verlag Leipzig 2015, 316 S., geb., € 14,95, ISBN 978-3-7462-4482-2.

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Forschungsprojekt: Workshop mit Ausbildungsverantwortlichen in Köln

 

[04.10.2015] Im Rahmen des von der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster und vom Institut M.-Dominique Chenu der Dominikaner in Berlin verantworteten Forschungsprojekts „Gemeinschaft und Individualisierung. Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?“ (2014-2016) trafen sich in Köln Ausbildungsverantwortliche aus verschiedenen Mendikantenorden – Franziskaner, Kapuziner und Dominikaner/-innen – zu einem dreitägigen theologischen Workshop (28.-20.10.2015).

Zum Ende unserer Arbeiten zur „Glaubensvermittlung in religiösen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen“ (2011-2013) hatte sich das Themenfeld Individualität, Pluralität und Gemeinschaftsbildung als neues, zentrales Forschungsdesiderat herauskristallisiert. Hier galt es ekklesiologisch und sozialethisch anzuknüpfen.

Kirchliche Dokumente aus den letzten 50 Jahren heben immer wieder die Verbindlichkeit des gemeinschaftlichen Lebens der Religiosen hervor. So bezeichnete Papst Franziskus in seiner Botschaft zur Eröffnung des Jahrs des geweihten Lebens die Ordensleute ausdrücklich als „Experten des gemeinschaftlichen Lebens“. Allerdings steht auch dieser – wie andere, in ordensinternen Texten formulierte Gemeinschaftsansprüche – unter dem Vorbehalt radikal pluraler Lebensentwürfe.

 

 

 

 

Ulrich Engel OP in Onlinezeitschrift www.futur2 über schwache Ekklesiologie

[27.09.2015] Die Kirche ist irrelevant geworden. Über Jahrtausende hinweg stand Gott im Mittelpunkt der symbolischen Ordnung der Dinge. ‚Himmel‘ und Erde, Ewigkeit und Zeitlichkeit, Kirche und Saeculum strukturierten diese Ordnung, die spätestens mit der Aufklärung zusammengebrochen ist. War die symbolische Ordnung bis dahin „auf ein transzendentes ‚Du‘ ausgerichtet, welches mit dem Terminus ‚Himmel‘ auch eine Lokalisierung und ein Zentrum fand, so begann sie mit dem Verlust des göttlichen Palastes um eine Leere zu kreisen, die alle Sinnpotentiale zu verschlingen droht.“ (Kurt Appel) Merkwürdig ist, dass diese grundstürzende Demontage der symbolischen Ordnung einschließlich der mit ihr einhergehenden Erschütterungen vertrauter Weltbilder theologisch wenig reflektiert wird. Wie kann – so fragt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Berlin) vor diesem Hintergrund in der neuen Ausgabe 2/2015 der Onlinezeitschrift www.futur2 (Zeitschrift für Strategie & Entwicklung in Kirche und Gesellschaft) – eine ekklesiologische Reflexion über den Verlust der theosymbolischen Mitte aussehen?

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