IMDC: Mitglied im neuen "Forschungsverbund 'Albertus Magnus'"

Thomas Eggensperger OP zum Koordinator gewählt 

 

[30.07.2016] Am 29. Juli 2017 trafen sich in Mainz die Vertreter mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen in der Dominikanerprovinz Teutonia (Norddeutschland) zur konstituierenden Sitzung des neu gegründeten Forschungsverbunds "Albertus Magnus". Der Verbund ist ein Netzwerk ordenseigener Einrichtungen für Spezialstudien und Fortbildung.

Gründungseinrichtungen des Netzwerkes sind:

- das Institut zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens im deutschen Sprachraum, Köln (IGDom),
- das Institut für Pastoralhomiletik, Düsseldorf (IPH),
- das Institut M.-Dominique Chenu, Berlin (IMDC),
- das Dominikanische Institut für christlich-islamische Geschichte, Hamburg (DICIG),
- die Deutsche Thomas-Ausgabe, Rom (DThA),
- die Provinzbibliothek St. Albertus Magnus, Köln,
- das Archiv der Provinz Teutonia, Köln, und
- die Zeitschrift "Wort und Antwort", Berlin (WuA).

Auf der konstituierenden Sitzung wählten die Vertreter der genannten Einrichtungen Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Regens studiorum / Institut M.-Dominique Chenu, Berlin) auf drei Jahre (2016-2019) zum Koordinator des Forschungsverbunds.

Eine erste gemeinsame Tagung der Netzwerkmitglieder fand im Januar 2016 statt (s. >>). Weitere Aktivitäten werden in der kommenden Zeit entwickelt.

 

 

 

 

ZEIT | GEIST: Summerschool 2016 der PTH Münster

Thomas Eggensperger OP und Ulrich Engel OP halten Impulsvorträge
 

 

[30.07.2016] Vom 25. bis 28. Juli 2016 veranstaltete die PTH unter dem Titel „Spirituell unter Zeitdruck? Zum heilsamen Umgang mit der Zeit“ eine gut besuchte Summerschool. Das Angebot richtete sich vorrangig an kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Religionslehrkräfte und weitere an spiritualitätstheologischen Fragen Interessierte. Die beiden Module der Summerschool konnten einzeln oder auch in Kombination belegt werden.

In der Ausschreibung der Summerschool hieß es: „Zeit ist kostbar. Über Zeit, von der es heute nie genug gibt, wird viel geredet, auch und gerade im Bereich der Pastoral. Anforderungen durch die Umgestaltung pastoraler und schulischer Räume und Ausdifferenzierung des Arbeitens erfordern eine Anpassung des Zeitmanagements. Oft stellt sich die Frage: Manage ich meine Zeit oder managt die Zeit mich? Was haben Schnelllebigkeit, wandelndes Zeitempfinden, Gegenwartsschrumpfung, Zeitdruck und gleichzeitig steigende Wertschätzung eine spirituelle Lebensgestaltung zu sagen? Spiritualität wird mehr und mehr als Ressource entdeckt. Eine tiefere Gründung der zahlreichen Aktivitäten wird gesucht. Welche Antworten und Hilfen bieten die spirituellen Traditionen? Welche nicht? Vier thematische Säulen: Christliche Existenz, Franziskanische Spiritualität, Heil & Spiritualität und der Dialog der Religionen & Spiritualität kommen dabei zum Tragen. Theologisch fundiert, praxisorientiert und interaktiv werden in der Summerschool Zugänge zum Umgang mit der Zeit in Alltag und Beruf sowie zur Gestaltung von Spiritualität vor dem Zeithintergrund der Gegenwart eröffnet.“

Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) eröffnete den 2. Tag der Studientage (Modul 1) mit einem Vortrag zum Thema „Aller Anfänge ist die Langeweile“ (26.7.2016) Dabei zeichnete er die Entwicklung von der Todsünde der „acedia“ hin zum modernen Massenphänomen des Tourismus nach. Eggensperger plädierte für eine Wiederentdeckung der Muße in Gestalt von „Sabbaticals“ und einer guten „Work-Life-Balance“. Die so gewonnene Entspannung – oder wie es Christiane Vulpius einst in einem Brief an Goethe formulierte: das „Schlampansen“ – helfe nicht bloß der individuellen Seelenhygiene, sondern könne auch strukturell zu mehr gesellschaftlicher „Zeitsouveränität“ verhelfen, so der Sozialethiker. In diesem Zusammenhang verwies Eggensperger bes. auf die (nicht zuletzt auch tourismusrelevanten) klösterlichen Entschleunigungsoasen.

Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) kam die Aufgabe zu, das 2. Modul zu eröffnen (27.7.2016). Sein Vortrag stand unter dem Motto „Schnell, schnell, schnell…“ und präsentierte gesellschaftsdiagnostische und systematisch-theologische Überlegungen zum Zusammenhang von Zeit und Glück. Allerorts wahrnehmbare (nicht zuletzt dem Kapitalismus geschuldete) Beschleunigungstendenzen und gleichzeitige Erfahrungen kollektiver Erstarrung (z.B. in der Politik) gehören, so Engel, im Sinne eines „rasenden Stillstands“ (P. Virilio) zusammen. Diese Entwicklung führe dazu, dass das Leben in den westlichen Gesellschaften immer erlebnisreicher, zugleich aber auch immer erfahrungsärmer werde. Vor diesem Hintergrund und mit Rekurs auf den hl. Paulus und der von ihm verkündeten „Zeit die bleibt“ (G. Agamben) schloss der Fundamentaltheologe seinen Vortrag so: „Im Horizont des von Gott gesetzten Endes der Zeit macht erst das reflektierte Wagnis des Ungeplanten unsere Lebenszeit wertvoll. Und uns und andere hoffentlich glücklich…”

 

 

 

 

 

Politische Theologie - politische Spiritualität

Ulrich Engel OP: Abschiedsvorlesung für Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen (PTH Münster)

 

 

[08.07.2016] Am 7. Juli 2016 verabschiedete die Philosophisch-Theologische Hochschule Münster ihren renommierten Fundamentaltheologen Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen. Janßen ist Schüler des Münsteraner Begründers der neuen Politischen Theologie, Prof. Dr. Dr. Johann Baptist Metz. Darüber hinaus war Janßen lange Jahre als Hochschulsekretär für die Alltagsorganisation der PTH Münster verantwortlich.

In einem Festakt in der Villa der Hochschule, zu der alle ehemaligen Rektoren der Hochschule, viele Kolleg*innen und Studierende wie auch Prof. Metz gekommen waren, dankte der aktuelle Rektor der PTH Münster, Prof. Dr. Ludger Ä. Schulte OFMCap, dem Scheidenden für seine Dienste und hob dabei seine wissenschaftlichen und administrativen Leistungen hervor.

Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Prorektor der PTH Münster und Mitarbeiter am Institut M.-Dominique Chenu Berlin, stellte seine Vorlesung unter die Überschrift "Politische Theologie - politische Spiritualität". Von dieser Spannungseinheit her versuchte Engel eine aktuelle Standortbestimmung der neuen Politischen Theologie. Dazu setzte er sich vor dem Hintergrund von Pegida und AfD v.a. mit dem Antimonotheismus des Philosophen Peter Sloterdijk auseinander.

→ Zur Vorlesung von Ulrich Engel OP >>

 

 

 

 

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WiSe 2016/17 AKTUELL


PTH Münster
VL M12: Theologie und Spiritualität Christlicher Sozialethik in Geschichte und Gegenwart (Eggensperger) >>
VL M 23/Lizentiat: Theologie der Erfahrung - Erfahrung in der Theologie (Engel) >>
VL Lizentiat: Mystische Dimensionen des Islam (Halft) >>
 
Universität Potsdam
Seminar: Auf der Suche nach einem neuen WIR. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Rolle der Religionen
(Eggensperger/Engel) >>
 
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