Th. Eggensperger OP und U. Engel OP veröffentlichen in neuem PTH-Summerschool-Band 

 

Coverbild: Aschendorff Verlag Münster

[01.02.2019] Mit dem Fremden konfrontiert zu sein, löst vielfach Ängste aus. Im gesellschaftlichen Leben wie im Glauben stellt sich die Alternative, dem Anderen zu begegnen oder sich vor ihm zu verschließen. Was trägt und was birgt? Was bedeutet es für Christen, als Pilger, als Fremdgänger mit einer Verheißung zu leben? Im Angesicht des Geheimnisses, das wir Gott nennen, ereignen sich Erfahrungen ritueller Beheimatung oder des Betens, die Menschen zu sich selber finden lassen oder aus sich herausrufen. Nicht zuletzt ist das Spannungsfeld Heimat und Fremde aktuell im sozialen und politischen Bereich relevant, der Umgang mit dem fremden Anderen eine diakonische Herausforderung. Biblische, systematische, praktisch- und spiritualitätstheologische Impulse beleuchten das Thema Heimat und Fremde und mit ihm die Suche nach dem eigenen Leben.

Der von Prof. Dr. Katharina Karl (Prof. für Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster) und Dr. Christian Uhrig (Dozent für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster) verantwortete Band versammelt die Beiträge der PTH-Summerschool 2017 in überarbeiteter Form.

Seitens des Instituts M.-Dominique Chenu Berlin sind Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. und Prof. Dr. Ulrich Engel OP mit je einem Beitrag in dem Sammelband "Zwischen Heimat und Fremde" vertreten. Engels Beitrag trägt die Überschrift: "Zwischen Heimat und Fremde: Diaspora. Auf der Suche nach Anders-Orten christlicher Existenz" (S. 37-47); Eggensperger macht in seinem Artikel ebenfalls ein Spannungsverhältnis ansichtig, wenn er seinen Text wie folgt betitelt: "Zwischen Pathos und Ernüchterung. Heimat oder das Ringen um eine Europa-Identität" (S. 49-66). 

Bibliographie: Katharina Karl / Christian Uhrig (Hrsg.), Zwischen Heimat und Fremde. Auf der Suche nach dem eigenen Leben, Aschendorff Verlag Münster 2019, 182 S., € 32,00, ISBN 978-3-402-13351-4.

 

Ankündigung des Buches und Bestellmöglichkeit auf der Website des Aschendorff Verlags >>

 

 

 

 

 

Universität Köln, PTH Münster und Institut M.-D. Chenu veranstalten internationale wissenschaftliche Tagung

 

 

Logo: www.dfg.de

[31.01.2019] Nach einer Hochphase politisch-theologischer Reflexion an den Theologischen Fakultäten von den 1970er bis Anfang der 1990er Jahre ist das Anliegen Politischer Theologien in den letzten drei Dekaden hierzulande allenfalls vereinzelt weiterverfolgt worden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund zahlreicher zum großen Teil globaler gesellschaftlicher Krisen und Konflikte lassen sich derzeit allerdings auch im deutschsprachigen und europäischen Raum zunehmend mehr Versuche verzeichnen, dass Vorhaben Politischer Theologien erneut gegenwartssensibel aufzugreifen und dem weiterentwickelten philosophischen und sozialwissenschaftlichen Reflexionsstand entsprechend fortzuschreiben.

Angesichts dieser Diagnose luden der Lehrstuhl für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität zu Köln (vertreten durch Prof. Dr. Saskia Wendel und Jan Niklas Collet, Mag. Theol.) sowie das Institut M.-Dominique Chenu Berlin und die Professur für Philosophisch-theologische Grenzfragen an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (beide vertreten durch Prof. Dr. Ulrich Engel OP) am 25./26. Januar 2019 zu einer international besetzten Tagung nach Köln ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus Spanien, Belgien und Großbritannien, sowie aus Südafrika und Peru diskutierten u.a. die Frage, welche/n Theorierahmen eine gegenwärtige Politische Theologie wählen kann bzw. soll. Ein besonderes Augenmerk kam auch der Frage zu, inwiefern gegenwärtige Politische Theologie konkrete Themenfelder wie Arbeit, Ökologie, Geschlechter, Migration etc. zu reflektieren hat, und welches aktuelle Theoriedesign hier jeweils am ehesten weiterführt.

Die in Köln versammelten Theologinnen und Theologen sprachen sich einhellig dafür aus, die begonnene Diskussion im kommenden Jahr im Rahmen eines ähnlichen Formats an Hand eines klassischen Begriffs der neuen Politischen Theologie (z.B. Hoffnung, Nachfolge) zu vertiefen.

Die Kölner Tagung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

 

Programm und weitere Informationen zur Tagung >>

 

 

 

 

 

Thomas Eggensperger OP referiert in Mainz über "Arbeit & Freizeit - Zeitrhythmen der Gegenwart"

 

Logo: Sekretariat der DBK, Bonn

[19.01.2019] Im Rahmen eines Treffens der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz (K III) unter dem Vorsitz des Osnabrücker Bischofs Dr. Franz-Josef Bode am 16./17. Januar 2019 in Mainz baten die versammelten Bischöfe und Berater*innen um eine Studieneinheit, die sich in besonderer Weise den Veränderungen auf dem Feld der Freizeit und des Tourismus widmete.

Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster), Sozialethiker und selbst Mitglied der der Pastoralkommission zugeordneten „Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Freizeit und Tourismus“ (KAFT), ging in seinem Statement „Arbeit & Freizeit – Zeitrhythmen der Gegenwart“ auf zentrale gesellschaftliche Entwicklungen ein. Diese zeichnen sich durch gewisse Ambivalenzen aus: Arbeit und Freizeit stehen dem Bedürfnis nach Muße gegenüber, den Dynamisierungsprozessen unserer Zeit steht die Suche nach Zeitsouveränität entgegen. Kirche ist Teil der Freizeitkultur und ihr eignet eine gewisse Expertise in Sachen Entschleunigung (contemplatio) und Tourismus (Wallfahrten, Kunst- und Kulturgeschichte). Nicht zuletzt die soziale Dimension des christlichen Glaubens lässt Theologie und Seelsorge sensibel werden für die Herausforderungen in der Suche nach neuen bzw. alternativen Gemeinschaftsformen.

 

Website der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) >>

Mitglieder der Pastoralkommission der DBK (K III) >> 

 

 

 

 

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