Auszeichnung in Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften übergeben

Foto: dominikaner-werden.de/kontakt/

[14.12.2018] Anfang 2019 wurde Dr. phil. Dennis Halft OP, Dipl.-Theol. (Martin Buber Society of Fellows in the Humanities and Social Sciences at the Hebrew University, Jerusalem / Institut M.-Dominique Chenu Berlin), für seine Dissertationsschrift „The Arabic Vulgate in Safavid Persia: Arabic Printings of the Gospels, Catholic Missionaries and the Rise of Shiite Anti-Christian Polemics“ der „Alexander-Böhlig-Preis“ zuerkannt. Die Auszeichnung wird für hervorragende Promotionen und Habilitationen aus dem Fachgebiet des Christlichen Orients und der antiken Christengeschichte der östlichen Reichshälfte verliehen.

Ausgelobt ist der Preis von der „Gertrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung“. Diese erinnert an das Lebenswerk des Ehepaares Prof. Dr. theol. Dr. phil. Alexander Böhlig (+ 1996) und seiner Ehefrau Dr. Gertrud Böhlig (+ 1999) und widmet sich der Förderung der Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients unter besonderer Berücksichtigung von Geistesströmungen der Gnosis und des Manichäismus sowie des Einflusses der griechischen und jüdischen Kultur auf die östliche Hälfte des römischen Reiches und dessen Nachfolgerstaaten.

Im Rahmen der „Hans-Lietzmann-Vorlesung“ am 13. Dezember 2019 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) überreichte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies (Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin) den Preis an den Geehrten. In seiner Replik skizzierte Halft seinen Forschungsbereich mit Blick auf transdisziplinäre Untersuchungsansätze zur Bibelexegese und Schrifttradierung in der Spätantike, wie sie in der altertumswissenschaftlichen Forschung der BBAW praktiziert werden.

Herzlichen Glückwunsch unserem Mitarbeiter Dennis Halft OP!

 

Link zur „Hans-Lietzmann-Vorlesung“ in der BBAW 2019 >>

Information über die Gertrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung >> 

 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP leitet Workshop zu M. Foucaults "Pastoralmacht"

Abb.: Thomas Morus Akademie, Bensberg

[10.12.2019] Das Thema Macht ist virulent und elektrisiert viele gerade auch im kirchlichen Umfeld. Das hat seine Gründe. Kirche und Macht haben seit der konstantinischen Zeit eine besondere Affinität. Macht ist in der DNA von Kirche bis heute verankert, auch mit ihren dunklen Seiten, die der Missbrauchsskandal und die hierdurch ausgelöste Diskussion ans Tageslicht gebracht hat. Macht auszuüben speist sich aus der Asymmetrie im Zugang und der Verfügbarkeit von Machtmitteln. Das ist per se weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, wie diese Mittel eingesetzt werden.

Die Ausübung von Macht wird destruktiv, wenn Machtasymmetrie verschleiert wird, wenn Machtverhältnisse intransparent sind, einem rationalen Diskurs entzogen und immunisiert werden, wenn Machtausübung dazu dient, die eigene Verletztheit und Verletzlichkeit zu kompensieren. Machtausübung wird in besonderer Weise destruktiv, wenn die Kommunikationspartner das Feld nicht ohne Schaden verlassen können, weil sie klein, bedürftig oder in irgendeiner Form abhängig sind oder gehalten werden.

Umgekehrt wird Macht in sozialen Beziehungen und organisatorischen Zusammenhängen konstruktiv ausgeübt, wenn es um das Wohl des Ganzen und der Beteiligten geht. Konstruktive Machtausübung zielt immer auf Emanzipation und Empowerment.

Am 4./5. Dezember 2019 fand im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg der 6. Strategiekongress statt. Der Kongress, veranstaltet von kairos Coaching-Consulting-Training, Thomas Morus Akademie, Bistum Trier und IPOS, versammelte mehr als 180 Teilnehmer*innen. Er stand unter dem Motto „Macht“ und zeigte sich personell, inhaltlich, methodisch und ästhetisch sehr vielfältig.

Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) leitete am 2 . Kongresstag einen Workshop zum Thema „‚Pastoralmacht‘. Wie Kirche auf Lebensführung und Seelen von Menschen Einfluss nimmt“. Dazu rekurrierte er auf den französischen Philosophen Michel Foucault († 1984), der Zeit seines Lebens Phänomene der Macht untersucht hat. Eine besondere Machtform ist die „Pastoralmacht“. Im Typus des Hirten (= Pastor) kennen auch die christlichen Kirchen diese Machtgestalt – mehr noch: sie haben sie sogar erfunden! Pastoralmacht schillert zwischen Fürsorge und Kontrolle. In Engels Workshop war Kreativität gefragt: Nach einer kurzen theoretischen Einführung diskutierten die Teilnehmer*innen u.a. die Frage, was von Foucaults Theorie-Ansatz hinsichtlich der dringend notwendigen pastoralen Ermächtigung und Subjektwerdung der Gläubigen zu lernen sei.

 

Zur Kongresswebsite >>

 

 

 

 

 

 

Thomas Eggensperger OP veröffentlicht Beitrag in "CIENCIA TOMISTA"

Cover-Abb.: Ciencia Tomista

[05.12.2019] Im neuen Heft der Zeitschrift CIENCIA TOMISTA (146 [2019]) hat Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) einen Beitrag mit dem Titel "La espiritualidad en la ética social theógica. Una relación (poco) común" (p. 279-288) veröffentlicht. CIENCIA TOMISTA ist eine Publikation der Facultad de Teología de San Esteban (Salamanca) in Trägerschaft der Dominikaner in Spanien.

In seinem spanischsprachigen Artikel thematisiert Eggensperger die kaum behandelte Beziehung zwischen Spiritualität und Sozialethik. Dabei fokussiert der Autor an zentraler Stelle auf den Begriff der "Communio" (Gemeinschaft), den er als missing link zwischen den beiden Sphären begreift.

 

Zur Website von CIENTIA TOMISTA >>

Zur Website der Facultad de Teología de San Esteban (Salamanca) >> 

 

 

 

 

 

 

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Lehrveranstaltungen SS 2020


PTH Münster
• VL(Ü) (M19): Soziale Erkenntnislehre und Wissenschaftstheorie. Philosophische Reflexionen (Engel) >>
• VL(Ü) (M19): Fundamentaltheologische Erkenntnislehre und der Streit um den Wissenschaftscharakter der Theologie (Engel) >>
 
Universität Hannover
Seminar: Kirche und Sakramente (Eggensperger) >>
 
Universität Trier
• VL (Halft)
 
Universität Innsbruck
• Diverse Lehrveranstaltungen (Bauer) >>
 
 
 

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