Thomas Eggensperger OP plädiert für Verzicht auf öffentliche Gottesdienste

Abb.: 2019 Centers for Disease Control and Prevention (CDC) via Wikimedia Commons, gemeinfrei

[16.12.2020] Der Sozialethiker Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) hat sich für einen Verzicht der Kirchen auf öffentliche Weihnachtsgottesdienste ausgesprochen. Deren Absage "wäre ein Zeichen der gesellschaftlichen Verantwortung der Kirchen", sagte der Dominikaner katholisch.de am 16. Dezember 2020. Der Verzicht auf Gottesdienste sei "die einzige Möglichkeit, guten Gewissens Weihnachten zu feiern", so Eggensperger. Die Deutsche Bischofskonferenz und die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland müssten nun handeln.

Die Politik habe Gottesdienste unter strengen Auflagen zwar gestattet, hoffe nach Ansicht von Eggensperger jedoch auf Einsicht bei den Kirchenleitungen. Die Politiker seien besorgt, dass eine direkte Forderung nach einem Gottesdienstverzicht als Angriff auf die Religionsfreiheit verstanden werden könnten. Diese Befürchtung würde nicht bestehen, wenn "die Kirchen von sich aus eine entsprechende Entscheidung fällen", so der Theologe. Damit könnten sie auch den zunehmenden kritischen Rückfragen aus der Gesellschaft nach einer "scheinbaren Privilegierung der Kirchen" begegnen.

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