Ulrich Engel OP gestaltet Studientag für deutschsprachige Dominikanerinnen

Foto: Dominikanerinnen Ilanz (Schweiz), Kloster und Kirche (Ausschnitt)

[20.08.2019] Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der Dominikanerinnen in Deutschland, Österreich und Schweiz (AG OP) gestaltete Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 12. August 2019 im Koster Ilanz einen Studientag zum Thema "Einfach leben in einer komplexen Welt". Ca. 50 Schwestern aus verschiedensten Kongregation hatten sich in den Bündner Bergen versammelt, um über Einfachheit, Armut und Beweglichkeit im Blick auf ihren Verkündigungsauftrag nachzudenken. Ulrich Engel präsentierte und diskutierte mit seinen Hörerinnen "Impulse aus der Dominikanischen Tradition für unser Ordensleben heute". Seine Vorträge erinnerten in einem ersten Teil an den Ordensgründer und das Predigtwerk der Familia Dominicana. Im zweiten Teil reflektierte der Referent auf vier zentrale Herausforderungen in einer komplex gewordenen Welt: a. Beschleunigung, b. globalisierte Gleichgültigkeit, c. Machmissbrauch, und d. Säkularität bzw. Religionspluralität. Der dritte und abschließende Impuls schließlich suchte - orientiert an der Person des hl. Dominikus (ca. 1170 - 1221) - vorläufige Antworten zu formulieren. Engel griff in diesem Zusammenhang vor allem auf die theologischen Traditionen des Predigerordens zurück:

a. Unterbrechung (statt Beschleunigung) - Wie Dominikus betete

b. Barmherzigkeit (statt Gleichgültigkeit) - Wie Dominikus Mitleid hatte

c. Demokratie (statt Machtmissbrauch) - Wie Dominikus mit seinen Brüdern den Orden organisierte

d. Gottsuche (im Religions-/Weltanschauungspluralismus) - Wie Dominikus über Gott sprach

 

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