P. Max Cappabianca OP predigt in der Franziskanerkirche

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[15.08.2019] Die Salzburger Hochschulwoche 2019 (29.7.-4.8.) stand unter der Überschrift "Die Komplexität der Welt und die Sehnsucht nach Einfachheit". In der Programmausschreibung dazu hieß es: "Unsere Welt ist irreduzibel komplex geworden. Sei es Migration, Digitalisierung, Klimawandel, Finanzmärkte – nirgends gibt es simple Lösungen. Das Individuum ist selbst in einfachsten Fragen mit mehr Faktoren konfrontiert, als es wissen und kontrollieren kann. Die Sehnsucht nach Einfachheit, die in all dem aufblitzt, ist ein Großtrend: das Symptom einer Zeit, die wie im Schwindel ihrer eigenen Komplexität ansichtig wird. Das stellt vor Fragen: Welche Bildung brauchen wir für unsere Kinder und eine Zukunft, in der Komplexität weiter zunehmen wird? Wie lässt sich rational mit Uneindeutigkeit und Nicht-Kontrollierbarkeit umgehen, mit all dem, was sich der Reduktion auf simple Lösungen sperrt? Wie können unsere Gesellschaften immun gegen die Versuchung einfacher Antworten werden? Aber auch: Welche Form von Vereinfachung braucht es, wo ist Reduktion ein Gebot der Stunde? All das betrifft auch Religion: Wie kann der Glaube verhindern, der Verlockung fundamentalistischer Vereinfachung zu erliegen? Und welche Ressourcen bringt er ein, um die Sehnsucht nach Einfachheit sinnvoll zu kultivieren – und komplexitätsfit zu werden?"

P. Max Cappabianca OP, Studierendenseelsorger der Katholischen Studierendengemeinde (KSG) Edith Stein Berlin und Mitglied der Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu, übernahm in diesem Jahr die Predigten während der Salzburger Hochschulwoche. Auf Einladung des Obmanns der traditionsreichen, in 2019 von mehr als 1.000 Teilnehmer*innen besuchten akademischen Institution, predigte P. Max an drei Tagen in der Franziskanerkirche im Zentrum der Mozartstadt. Seine Ansprachen orientierten sich gleichermaßen am Thema der Hochschulwoche und am jeweiligen Tagesevangelium. Am 30. Juli stellte er im Anschluss an Mt 13,36-43 die Komplexitätsfreudigkeit des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Unter dem Motto "Kraut und Rüben?" thematisierte er die Differenz, die dem Wirken Gottes eingeschrieben zu sein scheint. Am 31. Juli stellte der Prediger das bekannte, auf Reduktion zielende Diktum "Solo Dios basta" der Karmelitin Teresa von Ávila in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und entwickelte von dort aus ignatianische Impulse zur Unterscheidung (nicht nur) der Geister. Die dritte Predigt am 1. August schließlich widmete sich im Anschluss an Mt 13,47-52 der theologischen Komplexitätsreduktion und - nun unter dominikanischen Gesichtspunkten - dem Verkündigungsauftrag an alle Getauften.

 

Predigt vom 30.07.2019 zum Nachlesen >>

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