Hrsg. vom Institut M.-Dominique Chenu – Espaces Berlin durch Dr. Thomas Eggensperger und PD Dr. Ulrich Engel im St. Benno Verlag Leipzig.

Die Bücher der Reihe DQZ erschließen das historisch bedeutsame Themenfeld dominikanischer Spiritualität und Mystik und wollen es für die Menschen der heutigen Zeit beleben und fruchtbar machen.

Rezension zu Bde. 1-7:
G. Chico, in: Anámnesis 16 (2006), No. 2, 189-191.

Rezension zu Bde. 8-12:
G. Chico, in: Anámnesis 20 (2010), No. 1, 176-177.

> DQZ im St. Benno Verlag (Bestellmöglichkeit)

 

Ulrich Engel (Hrsg.), Dominikanische Spiritualität (DQZ Bd. 1), Leipzig 2000. 181 S., gebunden, € 12,70. (ISBN 3746213584)

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„Die dominikanische Spiritualität ist gültig als besondere Modalität des kirchlichen Auftrags‘Jesus nachzufolgen’, vor allem – für uns – in den Fußspuren und im Geist des Dominikus, wie dieser in den besten Momenten der Ordensgeschichte immer wieder viele inspiriert und orientiert hat.“ (Edward Schillebeeckx OP) Mit Beiträgen von Guy Bedouelle OP, Frei Betto OP, Marie-Dominique Chenu OP, Yves Congar OP, Ulrich Engel OP, Raphaela Gasser OP, Meinolf Lohrum OP, Felicísimo Martínez Diez OP, Franz Müller OP, Edward Schillebeeckx OP und Simon Tugwell OP.

 

Timothy Radcliffe, Gemeinschaft im Dialog. Ermutigung zum Ordensleben. Mit einem Geleitwort von Peter-Hans Kolvenvach SJ, hrsg. von Thomas Eggensperger und Ulrich Engel (DQZ Bd. 2), Leipzig 2001. 325 S., gebunden [vergriffen]. (ISBN 3746214505)

014504.jpgTimothy Radcliffe OP, Ordensmeister der Dominikaner (1992-2001), zeigt sich in seinen Texten als ein zugleich weltoffener wie spiritueller Christ. Seine Briefe an die Schwestern und Brüder des Predigerordens, die versammelten Ansprachen und Reflexionen umkreisen allesamt die Themen „Gemeinschaft und Dialog“. Mit seinen Ausführungen – etwa über die „Autorität in einem multikulturellen Europa“, über „Jurassic Park und das letzte Abendmahl“ oder über die „Freiheit der Theologie“ – hat Timothy Radcliffe international Aufmerksamkeit erregt.

 



Jordan von Sachsen, Von den Anfängen des Predigerordens, hrsg. von Wolfram Hoyer (DQZ Bd. 3), Leipzig 2002, 22003. 335 S., gebunden, € 4,50 (Sonderpreis). (ISBN 3746215749) 

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Jordan von Sachsen, zweiter Ordensmeister der Dominikaner, schrieb als erster die Gründungsgeschichte seiner Gemeinschaft auf: Sein „Büchlein über die Anfänge des Predigerordens“ („Libellus“) ist damit die älteste und wichtigste Quelle über Leben und Werk des Stifters Dominikus. Jordans Briefe an die Dominikanerin Diana von Andalò und die Nonnen des Klosters St. Agnes in Bologna charakterisieren ihren Verfasser als einen Seelsorger, der nicht nur aus der eigenen Lebenserfahrung, sondern auch aus der Heiligen Schrift schöpfte. Unter Jordan verbreitete sich der  Orden über ganz Europa, unter ihm konsolidierte sich die Verfassung der Dominikaner. Erst die „Konstitutionen“ halfen, Charisma und Idee des Dominikus in eine demokratische Form zu gießen und so den Predigerorden über nunmehr fast 800 Jahre zu erhalten.

 

William A. Hinnebusch, Kleine Geschichte des Dominikanerordens. Mit einem Geleitwort von Guy Bedouelle OP. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Christophe Holzer und Winfried Locher (DQZ Bd. 4), Leipzig 2004. 281 S., gebunden, € 4,50 (Sonderpreis). (ISBN 3746216885)
 

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Einen Orden wie der der Dominikaner (Predigerbrüder) lebt, im Guten wie im Schlechten, von einer Tradition. Seine Identität bildet sich durch die Kenntnis einer historischen Kontinuität und durch eine Reihe von Erneuerungen, in deren Zentrum grundlegende Werte stehen. Es ist durchaus von Bedeutung, dass diese Aufbrüche von Heiligen oder von außergewöhnlichen Menschen bewerkstelligt wurden – denn ich glaube an die großen Altvorderen –, aber darüber darf man doch nicht die „gewaltige Wolke von Zeugen“ vergessen, von Sündern, Beschränkten, Treuen und Untreuen, von „tönernen Gefäßen“, die an die Kraft und an die Gnade des Wortes geglaubt haben, das Christus und in der Zeit zu verkündigen gebietet. Dieses Buch zeichnet in aller Kürze ihre Geschichte nach. (Guy Bedouelle OP)

Suzanne Eck, „Werft euch in Gott“. Einführung zu Meister Eckhart. Mit einem Geleitwort von Timothy Radcliffe. Aus dem Französischen von Alexandre Meichler, überarbeitet von Viktor Hofstetter unter Mithilfe von Hildegard Christoffels (DQZ Bd. 5), Leipzig 2004. 197 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746217644) 

 

 

 

 

 

017642.jpgSuzanne Eck lädt uns ein, bei Meister Eckhart vor allem die Stimme des Christen und Predigerbruders (Dominikaners) zu hören, der von seiner Leidenschaft für Gott spricht. Sie hört hin und betrachtet die Predigten ihres Mitbruders im Glauben und aus dem Blickpunkt des dominikanischen Lebens. (Timothy Radcliffe OP)

 








Paulus Engelhardt, Thomas von Aquin. Wegweisungen in sein Werk. Mit einem Geleitwort von Otto Hermann Pesch, hrsg. von Ulrich Engel (DQZ Bd. 6), Leipzig 2005. 291 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746218101)


018106.jpgNie, dafür legen die Beiträge dieses Buches Zeugnis ab, geht es bei der Thomas-Forschung von Paulus Engelhardt um staubige Stubengelehrsamkeit. Vielmehr immer um das Glauben-Können und, erst einmal, Fragen-Können des heutigen Menschen, zu dessen Gunsten Thomas als Zeuge und Helfer aufgerufen wird. (Otto Hermann Pesch)

 







Ingrid Craemer-Ruegenberg, Albertus Magnus.
Völlig überarbeitete, aktualisierte und mit Anmerkungen versehene Neuauflage der Originalausgabe, hrsg. von Henryk Anzulewicz (DQZ Bd. 7), Leipzig 2005. 228 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746218276)

018274.jpgDer Dominikaner und Bischof Albert von Lautingen ist der einzige Wissenschaftler und Philosoph, dem die Nachwelt den Beinamen „der Große“ gegeben hat. Seine Epoche machende Leistung – die Kommentierung der damals bekannten Schriften Aristoteles – erschloss dem christlichen Abendland die bis dahin nahezu unbekannte Welt der spätantiken, arabischen und jüdischen Wissenschaft, die sich weitgehend in Auseinandersetzung mit Aristoteles entwickelt hatte. Ingrid Craemer-Ruegenberg gibt eine allgemeinverständliche Einführung in Leben, Werk und Wirkung Alberts vor dem Hintergrund der geistigen Situation im Europa des 13. Jahrhunderts.

Rezension: Anámnesis 20 (2010), 176 (G. Chico)

 


Suzanne Eck, Gott in uns. Hinführung zu Johannes Tauler. Aus dem Französischen von Viktor Hofstetter unter Mithilfe von Hildegard Christoffels (DQZ Bd. 8), Leipzig 2006. 173 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746221366)

021366.jpgWährend meiner ersten Klosterjahre lasen wir im Refektorium öfter Taulers Predigten. Eine ältere Schwester machte sich bei diesen Gelegenheiten Notizen in einem alten Heft. Ich durfte sie lesen. Unter anderem stand darin: ‘Ich bin nicht’ (‘non sum’), sagte Johannes Tauler jenen, die ihn befragten. Durch diesen Satz hat mich meine stets ernsthafte und würdige Mitschwester überzeugt: Dies ist der wahre Weg! Später suchte ich bei Tauler immer dann Hilfe, wenn sich meine Bestrebungen im Gemeinschafts- oder Gebetsleben zu verstricken drohten. Oft wies er mir den Weg zu einer guten Lösung. (Suzanne Eck OP)

 

Die Dominikaner – der Orden der Prediger. Ein Film von Wilfried Köpke, Leipzig 2005 (DQZ Bd. 9). DVD (ISBN 3746219663) oder VHS-Video (ISBN 3746219671), 27 Min. Laufzeit, € 4,50 (Sonderpreis).

019660.jpgSeit fast 800 Jahren leben die Dominikaner ihre Berufung als “Predigerbrüder”. Der Film bietet einen Einblick in das heutige Leben und Arbeiten der Brüder der norddeutschen Provinz “Teutonia”. Wesentlich für die Lebensform dieses Ordens ist die Verbindung von Kontemplation und Aktion in Gebet, Studium, Gemeinschaftsleben und im apostolischen Wirken. Der Autor des Films, Wilfried Köpke, lässt Brüder unterschiedlicher Generationen zu Wort kommen, die verdeutlichen, dass dieser besondere Weg der Nachfolge Christi nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Rezension: Anámnesis 20 (2010), 176 (G. Chico)

 


Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), „Mutig in die Zukunft!“ Dominikanische Beiträge zum Vaticanum II (DQZ Bd. 10), Leipzig 2007. 276 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746222851)

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Bedeutende Theologen aus dem Dominikanerorden hatten Anteil am Erfolg des
Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65): Marie-Dominique Chenu OP, Louis Joseph Lebret OP, Mannes Dominikus Koster OP, Henri-Marie Féret OP, Yves Congar OP, Edward Schillebeeck OP und Jean-Marie Roger Tillard OP. Mit den hier versammelten Porträts liegt erstmals eine geschichtlich, theologisch und spirituell fundierte Gesamtdarstellung der dominikanischen Konzilsbeiträge vor. Dabei ist allen Autoren die Überzeugung Congars zu eigen: „Das Konzil ist kein Abschluss, sondern eine Etappe.“

Rezension: Anámnesis 20 (2010), 176 (G. Chico)
Rezension: Laval Théologique et Philosophique 67,3 (2011), 335-336 (G. Routhier)

 


Paul Murray, Den Wein der Freude trinken. Wege dominikanischer Spiritualität. Mit einem Vorwort von Timothy Radcliffe OP. Aus dem Englischen von Horst Wieshuber (DQZ Bd. 11), Leipzig 2007. 177 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746223285)
 

023285.jpgIn diesem Buch beleuchtet Paul Murray OP Wege zur dominikanischen Spiritualität. Es geht darum, in Gott und für andere lebendig zu sein. Schon bei den ersten Predigerbrüdern und – schwestern tritt das Weintrinken als eine Schlüsselmetapher zutage. Sie weist auf die überschwängliche und ekstatische Qualität unserer Beziehungen mit Gott hin. Wir geraten außer uns und werden selbstvergessen und glücklich. Das ist heute dringend notwendig in einer Kirche, die dazu neigt, bedrückt und pessimistisch zu sein. Die englische Originalausgabe wurde von der Katholischen Wochenzeitung „The Tablet“ zum Buch des Jahres gewählt.

 

Ulrich Schulte (Hrsg.), P. Titus Horten OP. Ein Ordensmann im Dritten Reich (Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 12), Leipzig 2008. 184 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 3746224190)

024190.jpgTitus Horten (1882-1936), Dominikaner in Südoldenburg, wurde ein Opfer der nationalsozialistischen Willkürpolitik gegen die katholische Kirche. Im Zuge der sogenannten "Devisenprozesse" kam er in Haft, wo er auch starb. Sehr schnell setzte eine Verehrung seiner Person ein, die 1948 mit dem Beginn des Seligsprechungsprozesses in Münster offiziell wurde. Die hier vorliegende Quellensammlung macht deutlich: Es war besonders seine warmherzige Persönlichkeit, verbunden mit tiefer Frömmigkeit, die P. Titus zu einem eindrucksvollen Beispiel authentischen Ordenslebens machte.

Rezensionen:
Ordenskorrespondenz 50 (2009), 489-491 (N. Wolff)
Anámnesis 20 (2010), 176 (G. Chico)

 

Johannes Weise (Hrsg.), Jeder ist ein Wort Gottes für den anderen. Grundlagentexte der Dominikanischen Laiengemeinschaften (Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 13), Leipzig 2009. 343 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 9783746227641)

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Eines der großen Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils war es, die Laien in der Kirche ernster zu nehmen. So gibt es im Dominikanerorden Ge­meinschaften von Laien, die sich – inspiriert vom Geist des hl. ­Dominikus – am Verkündigungsapostolat des Ordens beteiligen. Dieses Buch bietet eine reiche Sammlung von Quellen und Texte über die Tradition und ge­gen­wärtigen Engagements der dominikanischen Laiengemeinschaft in aller Welt. Vorgestellt werden Passagen aus der Verfassung des Ordens, Briefe und Kongressergebnisse – vieles liegt jetzt zum ersten Mal auf Deutsch vor.

Rezension: ProvinzZeitung 12/2009, 16 (L. Nichols)

 

Guido van Damme, Dominique Pire. Friedensnobelpreisträger, aus dem Franz. übersetzt von Marcel Oswald OP, mit einem Nachwort von Bernhard Kohl OP (Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 14), Leipzig 2010. 200 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 9783746229249)

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2010 wäre der Friedensnobelpreisträger Pater Pire 100 Jahre alt geworden. Guido Van Damme, der mit ihm eng befreundet war, beschreibt ihn in dieser sehr lebendigen Biografie als einen »wirklichen Helden« und »Abenteurer« voller Humor und Großzügigkeit. Er gründete Hilfsorgani­sationen, »Europadörfer« für Flüchtlinge und »Friedensinseln« in Pakistan und Indien. Zusammen mit Indira Gandhi und Albert Schweitzer enga­gierte er sich für den Frieden in der Welt. Eine spannende, bereichernde Lektüre.

Rezension: ProvinzZeitung 12/2009, 16 (L. Nichols)

 

Jean-Marie Gueullette, Jean-Joseph Lataste. Apostel der Gefängnisse, aus dem Franz. übersetzt von Michael Lauble, mit einem Nachwort von Jordana Schmidt OP (Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 15), Leipzig 2011. 381 S., gebunden, € 12,50. (ISBN 9783746230078)

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»Ja, sie waren schuldig, aber Gott fragt uns nicht nach dem, was wir waren, ihn geht nur an, was wir sind.« Dieses Zitat aus einer Predigt an die Insassen eines Frauengefängnisses macht offenbar, was dem Dominikaner Jean-Joseph Lataste (1832–1869) ein Anliegen war. In seiner Tätigkeit als Seelsorger wurde ihm bewusst, dass es für die verurteilten Frauen mehr bedurfte als nur ein paar gutgemeinte Worte. Sein Leben widmete er dem Engagement für die Strafgefangenen. Zusammen mit Schwester Henri-Dominique Berthier OP gründete er die Kongregation der Dominikanerinnen von Bethanien, die sich durch ihr kontemplatives Leben und das Apostolat für sozial Benachteiligte bis zum heutigen Tag diesem Charisma verpflichtet wissen.

Rezensionen: 
Ordenskorrespondenz 53 (2012), 120-121.
Ordensnachrichten 51,4 (2012), 92-94.

     

     

 

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Lektüretipps:
1. Elias H. Füllenbach unter Mitarb. von Susanne Biber (Hrsg.), Mehr als Schwarz und Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden, Regensburg 2016, 360 S., geb., € 25,00, ISBN 978-3-7917-2757-8 >> 
2. Johannes Bunnenberg / Aurelia Spendel (Hrsg.), Auf der anderen Seite des Schweigens. Dominikanisches Jahreslesebuch, Regensburg 2016, 400 S., geb., € 24,95, ISBN 978-3-7917-2770-7 >>

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