Thomas Eggensperger OP referiert in Mainz über "Arbeit & Freizeit - Zeitrhythmen der Gegenwart"

 

Logo: Sekretariat der DBK, Bonn

[19.01.2019] Im Rahmen eines Treffens der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz (K III) unter dem Vorsitz des Osnabrücker Bischofs Dr. Franz-Josef Bode am 16./17. Januar 2019 in Mainz baten die versammelten Bischöfe und Berater*innen um eine Studieneinheit, die sich in besonderer Weise den Veränderungen auf dem Feld der Freizeit und des Tourismus widmete.

Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster), Sozialethiker und selbst Mitglied der der Pastoralkommission zugeordneten „Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Freizeit und Tourismus“ (KAFT), ging in seinem Statement „Arbeit & Freizeit – Zeitrhythmen der Gegenwart“ auf zentrale gesellschaftliche Entwicklungen ein. Diese zeichnen sich durch gewisse Ambivalenzen aus: Arbeit und Freizeit stehen dem Bedürfnis nach Muße gegenüber, den Dynamisierungsprozessen unserer Zeit steht die Suche nach Zeitsouveränität entgegen. Kirche ist Teil der Freizeitkultur und ihr eignet eine gewisse Expertise in Sachen Entschleunigung (contemplatio) und Tourismus (Wallfahrten, Kunst- und Kulturgeschichte). Nicht zuletzt die soziale Dimension des christlichen Glaubens lässt Theologie und Seelsorge sensibel werden für die Herausforderungen in der Suche nach neuen bzw. alternativen Gemeinschaftsformen.

 

Website der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) >>

Mitglieder der Pastoralkommission der DBK (K III) >> 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP spricht in der Ev.-luth. Marktkirche Hannover über "Politische Spiritualität"

 

Foto: PTH Münster

[10.01.2019] Auf Einladung des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 9. Januar 2019 in der Evangelische-lutherischen Stadtkirche Hannover über Spiritualität. Die schon über lange Jahre etablierte Vorlesungsreihe widmet sich 2019 dem Thema "Spiritualität - Auf der Suche nach Sinn und Erfahrung". Im Ausgang von der neuen Politischen Theologie wählte Engel das Thema "Politische Spiritualität". Dazu untersuchte er zwei frühe Texte von Johann Baptist Metz. Zudem griff er auf Tiemo Rainer Peters OP († 2017) zurück. In einem zweiten Teil des Vortrags unternahm Engel eine kritische Relecture des Begriffs des "christlichen Abendlandes" in der Verwendung bei AfD und Pegida. Hier bezeichnete er die "Kaperung" des Terminus "christliches Abendland" durch die Neue Rechte als "unchristlich".

Die Vortragseihe ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von der Ev.-luth. Marktkirchengemeinde Hannover, der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, dem Arbeitsfeld Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, des Begegnung Christen und Juden Niedersachsen e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover, des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover und der Ev. Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover.

 

Programm de Vortragsreihe >>

Website des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover >> 

 

 

 

 

Münsteraner Zeitschrift "Kirche und Schule" rezensiert Essen-Studie

Foto: Verlag Herder, Freiburg/Br.

[05.01.2019] Im Dezember-Heft 2018 der vom Bistum Münster herausgegebenen Zeitschrift "Kirche und Schule" rezensiert Dr. Stephan Chmielus, Mitarbeiter im Generalvikariat der westfälischen Diözese, die Kirchenaustrittsstudie des Bistums Essen, an den auch das Institut M.-Dominique Chenu Berlin maßgeblich mitgearbeitet hat. Der Rezensent schreibt u.a.:

"Mit Blick auf das Bistum Essen bezeichnet Generalvikar Pfeffer die dritte Teilstudie als Fundgrube für theologische 'Hausaufgaben' (S. 11). Erstellt am Institut Marie Dominique Chenu in Berlin greift sie die Ergebnisse der beiden ersten Teilstudien auf und deutet sie als Erosion der „Pastoral der Rahmung" (S. 211). Mit diesem Terminus bezeichnet sie die im Anschluss an das zweite Vatikanum verbreitete Gemeindetheologie, die als Reaktion auf das Verschwinden des katholischen Milieus das Prinzip Gemeinde als quasi-familiäre Lebensgemeinschaften propagierte (S. 216f.). Mit José Casanova interpretieren die Dominikaner Säkularisierung in Europa als Transformationsprozess: Religion verschwindet nicht einfach. Zu beobachten ist vielmehr eine „Selbstermächtigung des religiösen Subjektes" (S. 220). Religiöser Glauben wird von Formen der Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften befreit. Kirchliche Kontroll- und Sanktionsmechanismen laufen ins Leere; Individualisierung und Pluralisierung werden möglich (S. 221f.). Diese soziologische Tatsache als „Zeichen der Zeit" zu betrachten und vor dem Hintergrund des Evangeliums zu deuten, wie es „Gaudium et spes" fordert, ist der Ansatz, mit dem im Folgenden nach einer Gestalt von Kirche gesucht wird, die den Bedingungen heutiger Gesellschaft entspricht (S. 255).

Gefunden wird sie in Orientierung am Modell der Sozialen Bewegungen. Ein Rückblick auf bibelwissenschaftliche Befunde zur sozialen Gestalt der Jesusbewegung (S. 223ff.) macht deutlich, dass das Phänomen von unterschiedlichen Formen der Zugehörigkeit für die Kirche nichts wirklich Neues darstellt. Das Modell einer „Kirche mit offenen Rändern" mag zwar unübersichtlich erscheinen; die Autoren weisen aber nach, dass es soziologisch angemessen, theologisch legitim und sachgerecht ist (S. 256). In ihren Handlungsempfehlungen heben die Autoren folgende Merkmale und Schwerpunkte einer pluralitätsfähigen lernenden Kirche hervor: Eine positive Sicht auf punktuelle Unterstützer und Sympathisanten, die Stärkung kirchenbindender Elemente wie Kasualien und des sozial-caritatives Engagements sowie bzgl. liturgischer Feiern eine Reziprozität von (erlebtem) Inhalt und ritueller Form (S. 261f.). Sie heben dabei hervor, dass die Konkretisierung dieses Modells eine Frage gelebter Glaubenspraxis vor Ort darstellt." (S. 45)

 

Bibliographie: Stephan Chmielus, Kirchenaustritt - oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss, in: Schule und Kirche. (Fachzeitschrift der HA Schule und Erziehung im Bistum Münster), Nr. 186 / Dezember 2018, 44-45 (=   https://www.bistum-muenster.de/fileadmin/user_upload/Website/Downloads/Aktuelles/Publikationen/Kirche-und-Schule/2018/2018-12-KuS-Umsonst.pdf).

 

Die Rezension insgesamt findet sich auf der Seite des Bistums Münster (s. 44f.) >>

Website der Bistums Essen zu Kirchenaustritt bzw. -verbleib >>

Informationen zur Studie auf der Seite des Verlags Herder >>

 

 

 

Seite 4 von 64

WiSe 2018/19 AKTUELL


PTH Münster
VL M12: Christliche Sozialethik (Eggensperger) >>
VL M23/Liz.: Theologie der Erfahrung (Engel) >>
VL Liz.: Mystische Dimensionen des Islam (Halft) >>
 
LMU München
Die Tugend der „Prudentia“ bei Thomas von Aquin (Eggensperger) >>
 
KU Eichstätt-Ingolstadt
VL Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt (Eggensperger) >>
 
Pontificio Istituto di Studi Arabi e d’Islamistica Roma (PISAI)
• Seminar Liz.: Inroduction to Arabic Manuscript Studies (Halft) >>
 
 
 

Empfehlungen


 

Institutsbibliothek
powered by

ONLINE-KATALOG
(ca. 20.000 Titel)

B Ü C H E R S U C H E  >>


  

WORT UND ANTWORT
Zeitschrift der Dominikaner >>
wua_logo neu.jpg


 

Aktuelles Thema:
Espaces Network: Dominican Reflection on the Phenomenon of Migration to Europe (DE, EN, FR) >>

Lektüretipp:
Zeitschrift WISSENSCHAFT UND WEISHEIT Bd. 79/2016 → Schwerpunkt: Franziskus/Franziskaner und Dominikus/Dominikaner (Aschendorff Verlag Münster) >> 

Website-Tipp:
Institutum Historicum Ordinis Praedicatorum (Roma) >> 

Dominikanerorden:
- International >>
- Deutschland/Teutonia >>
- Süddeutschl./Österreich >>
- Dominikaner werden >>
- Noviziat >>
- Dominikanerinnen >>
- Dominikanische Laien >>

Partner:
- KSG Berlin >>
- Fakultät San Esteban >>
- Angelicum / FASS >>
- Wort und Antwort >>
- PTH Münster >>
- Uni Potsdam (LER) >>
- IPH >>
- IGDom >>
- DICIG >>
- AGO >>


 

 

Institut M.-Dominique Chenu

Schwedter Straße 23
D-10119 Berlin Deutschland
Fon +49 30 44037280
Fax +49 30 44037282
Fax +49 3212 1332175

sekretariat@institut-chenu.info
www.institut-chenu.eu

 

Bankverbindung

Institut M.-Dominique Chenu
Konto: 30079 00197
Bank im Bistum Essen eG
BLZ: 360 602 95
IBAN: DE70 3606 0295 3007 9001 97
BIC: GENODED1BBE