3/2020: "Mensch und Mitwelt. Schöpfung"

Abbildung: www.wort-und-antwort.de

[10.08.2020] "Bis Anfang dieses Jahres war die Klima- und Umweltkrise in aller Munde. Doch die derzeitige mediale Verdrängung des Themas durch die aktuellen Herausforderungen der weltweiten SARS-CoV-2-Pandemie kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Megathema Ökologie und die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Fragen im Globalen Süden wie Norden noch lange virulent bleiben. Wie werden wir unserer ethischen Verantwortung gegenüber unserem Planeten und unseren Mitmenschen gerecht? Welche auch spirituelle Haltung braucht es im Umgang mit der Natur, um künftigen Generationen das Überleben zu sichern?

Ausgehend von den Schöpfungserzählungen im Buch Genesis geht Johannes Roth OFM (Mannheim) im "Stichwort" dem Verhältnis zwischen Mensch und Mitwelt nach. Mit dem Religionsphilosophen Romano Guardini untersucht der Münchner Sozialethiker Markus Vogt die Relation zwischen Macht und Natur und plädiert für die Begrenzung von Macht zur Rettung der Umwelt und des Menschen. Der Soziologe Adrián E. Beling (Berlin) und die Theologin Birgit Weiler MMS (Lima, Peru) widmen sich den sozial-ökologischen Impulsen im Pontifikat von Franziskus, wie sie von seiner Enzyklika Laudato si’ (2015) bzw. der Amazoniensynode im vergangenen Jahr ausgingen. Letztere bewertet Weiler, die selbst an der Synode teilnahm, auch kritisch aus der Perspektive von Frauen. Die Münsteraner muslimische Theologin Asmaa El Maaroufi weitet unseren Blick um eine (Tier-)Ethik des Mitseins von Mensch und Tier auf der Grundlage von Aussagen im Koran.

Ein gelungenes Beispiel für einen möglichst schonenden Umgang einer ganzen Klostergemeinschaft mit den natürlichen Ressourcen stellt Christoph Gerhard OSB, Cellerar der Abtei Münsterschwarzach, vor. Nikolaus Klein SJ (Zürich) erinnert an den ehemaligen Dominikaner Matthew James Fox, der sich in den 1980er Jahren gegenüber der Glaubenskongregation für seine auf Meister Eckhart fußende Schöpfungsspiritualität rechtfertigen musste und schließlich aus dem Orden entlassen wurde. Der ehemalige Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Stefan Vesper schließt mit einer Relektüre des Schlussdokuments der Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung (1989) und fordert einen neuen Aufbruch für eine ökologische Weltordnung." (Editorial von Dr. Dennis Halft OP)

 

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Thomas Eggensperger OP veröffentlicht Beitrag zum "Bahnfahren als Dystopie"  

Abb.: www.corona-ethik.de

[28.07.2020] Am 13. Juli 2020 ging eine neue Webplattform zur Corona-Ethik online: www.corona-ethik.de. Verantwortet wird die Initiative von der Katholische Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ). Diese ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).Die aktuelle Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesellschaftliche, politische und ökonomische He­rausforderung, sondern wirft auch eine ganze Reihe ethischer Fragen auf. Auf der neuen Website der KSZ, www.corona-ethik.de, gibt es jetzt in gebündelter Form Beiträge zu ethischen Aspekten rund um das Thema Corona.

Am 20. Juli 2020 veröffentlichte Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) einen Beitrag zu Thema "Wenn Bahnfahren zur Dystopie wird. Reisen als Ortssuche".

 

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Ulrich Engel OP predigt im Requiem in Mainz  

Abb.: Römisches Institut der Görres Gesellschaft

[17.07.2020] Am 3. Juli 2020 verstarb in Mainz im Alter von 71 Jahren Prof. Dr. phil. Walter Senner OP, MST. Erst kurz zuvor war der Mediävist als Professor für mittelalterlichen Philosophiegeschichte an der Päpstlichen Universität der Dominikaner in Rom ("Angelicum") und Leiter des dortigen "Thomas-Instituts" emeritiert worden. Zuvor war er für die "Commissio Leonina" in Paris und Grottaferrata tätig. Trotz langjähriger Auslandsaufenthalte engagierte er sich immer auch in der Heimatentität seines Ordens in Deutschland. So gründet er die sehr bald höchst anerkannte Reihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte des Dominikanerordens. Neue Folge" mit und leitete in der Nachfolge von Prof. Dr. Paulus Engelhardt OP, MST (1921-2014) die "Deutsche Thomas-Ausgabe". Für seine vielfältigen wissenschaftlichen Verdienste v.a. in der Erforschung der Werke des Thomas von Aquin und Meister Eckharts wurde Walter Senner OP 2014 zum "Magister in sacra Theologia" promoviert. Dies ist der höchste akademische Titel, den der Predigerorden verleiht. Auch in der Pastoral hat P. Walter Senner sich nachhaltig eingebracht, so vor allen Ding und über lange Jahre als Studierendenseelsorger der KSG Thomas Morus in West-Berlin.

In seiner Eigenschaft als Studienregens der Dominikanerprovinz Teutonia hielt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) die Predigt im Requiem, das Mitbrüder, Familie, Kolleg*innen und Freunde am 17. Juli in der Mainzer Dominikanerkirche St. Bonifaz für den Verstorbenen zelebrierten.

 

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