"Theologisches Studienjahr Berlin" und "update:theologie" gestartet

 

Foto: CTS Berlin

 

[22.10.2022] Nach langjährigen konzeptionellen und organisatorischen Vorarbeiten war es im Oktober 2021 so weit: Gleich zwei Programmangebote des neu gegründeten "Campus für Theologie und Spiritualität Berlin" (CTS Berlin) starteten in den neuen CTS-Räumlichkeiten im Stift St. Michael auf dem Gelände des Alexianer-Krankenhauses St. Hedwig in Berlin-Mitte.

Zum 7. Oktober trafen sich die Student*innen und einige Mitarbeitende des CTS Berlin zum Eröffnungswochenende und in den Tagen danach zur Einführungswoche des Theologischen Studienjahrs Berlin (ThStJB). Auf dem Programm standen ein erstes Kennenlernen von Menschen und Räumlichkeiten, Exkursionen an ausgewählte Orte der Hauptstadt, eine Begegnungen mit Staatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters, MdB, im Bundestag, ein theologisches Küchentisch-Gespräch mit dem Fahrradkurier und Ordensmann Emanuel Huemer SVD im Herzen Kreuzbergs, Vorlesungsimpulse und manches andere mehr.

Am 19. Oktober dann startete die erste Werkwoche im Rahmen des Fortbildungsprogramms "update:theologie". Unter der Überschrift "Berlin, no place for faith?" untersuchte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (CTS Berlin / IMDC Berlin) das weite Feld von Spiritualität und Säkularität in urbaner Spätmoderne. Während auf der einen Seite die Zahl der Atheisten weltweit steigt, ist auf der anderen Seite zu beobachten, wie auch v.a. individualisierte Religiositäten stärker werden. Das bis vor kurzem noch unhinterfragte Säkularisierungsnarrativ hat als monokausales Erklärungsmuster ausgedient. Vor allem in Frankreich, aber auch anderswo wird seit einigen Jahren intensiv an der theoretischen Grundlegung eines „frommen Atheismus“ gearbeitet (A. de Botton, A. Comte-Sponville, B. Latour, J.-L. Nancy). Einige dieser Ansätze wurden in der Werkwoche thematisiert. In Exkursionen zu konkreten Erfahrungsorten (u.a. Deutsches Theater) erkundete die Gruppe der Studierenden das weite Feld urbaner „Spiritualitäten ohne Gott“ auch praktisch. Gesucht wurden mitten in Berlin zeitgenössische „Mensch/Gott-Schnittstellen“.

 

 

Infos um Theologischen Studienjahr Berlin auf der Website des CTS Berlin  >>

 

Infos um Fortbildungsprogramm "update:theologie" auf der Website des CTS Berlin >>

 

 

 

 

 

Felix Geyer ISch referiert bei Treffen der Nachwuchswissenschaftler*innen der Sozialethik

 

Foto: Forum Sozialethik

 

[26.09.2022] In kirchlichen Kotexten kann Seelsorge als Machtgeschehen interpretiert werden und rückt damit handlungstheoretisch den Umgang mit Autorität und Macht in asymmetrischen Beziehungen in den Mittelpunkt. Aus (sozial)ethischer Perspektive ist hier besonders die Grenze zu Machtmissbrauch in diesem spezifischen Beziehungsgeschehen herauszuarbeiten.

Auf der Jahrestagung des Forums Sozialethik in der Katholischen Akademie Schwerte hielt Felix Geyer ISch (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin) einen Vortrag am 13. September 2022 zum Thema Macht in der Seelsorge.  Das Forum Sozialethik ist die bundesweite Jahrestagung der Nachwuchswissenschaftler*innen der Sozialethik. Das diesjährige Forum (vom 12.-14.09.2022), dass von Geyer mit vorbereitet und moderiert wurde, beschäftigte sich unter dem Motto Macht – omnipräsent und doch tabu? Zur Theorie und Praxis einer menschlichen Grundkategorie mit unterschiedlichen positiven und negativen, praktischen wie theoretischen Dimensionen von Machtphänomenen.

Geyer interpretierte in Anlehnung an den Sozialpsychologen Haim Omer (*1949) und die Pastoraltheologien Katharina Karl (*1976) das Seelsorgsgeschehen in der Einzelsorge als asymmetrische Beziehung und extrapolierte die Gefahren des Geistlichen Missbrauch als Verletzung der spirituellen Selbstbestimmung (Klauß Kießling, *1962) eines Menschen. Wo diese in Gefahr ist verletzt zu werden kommt auch die ethische Grenze und die damit verbundenen Rahmenbedingungen für Seelsorgsbeziehungen und die diese begleitenden Strukturen zu Grunde.

 

 

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Ulrich Engel OP steht Rede und Antwort beim Geistlichen Forum zu aktuellen Kirchenthemen

Abb.: Cusanuswerk

 

[25.09.2022] Die katholische Kirche in Deutschland ist auf dem „Synodalen Weg“ zu einem intensiven Gesprächs- und Beratungsprozess aufgebrochen. Ziel ist es, einen von Gläubigen, Verantwortlichen und Amtstragenden gemeinsam beschrittenen Weg der Erneuerung von Kirche zu gehen. Anstoßgebend für diesen Weg ist die Missbrauchskrise und ihre systemischen Gründe gewesen. Entlang des Für und Widers einer Aufhebung des Pflichtzölibats, der Zulassung von Frauen zur Ordination oder der Segnung, bzw. kirchenrechtlichen Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften stoßen unübersehbar Positionen aufeinander und Bruchstellen innerhalb von Gemeinden und Diözesen werden sichtbar. Zusammen mit dieser strukturellen Revision bedarf es auch einer spirituellen Erneuerung der Kirche und ihrer Glaubensbotschaft.  

In dieser Perspektive möchte das „Geistliche Forum zu aktuellen Kirchenthemen“ des Cusanuswerks (verantwortlich: Dr. Milan Wehnert) einen Raum bieten, in dem Zukunftsperspektiven kirchlicher Erneuerung diskutiert und Wissen über theologische, spirituelle und kirchengeschichtliche Hintergründe vertieft werden kann. Die Auftaktveranstaltung des neunen Gesprächsformats fand am 22. September 2022 in Stuttgart statt und stand unter dem Thema „Nicht von dieser Welt“? Von Jesu Wort „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18.36) ausgehend, wird eine Spannung sichtbar, welche die „DNA des Katholischen“ in ihrer Geschichte tief prägt: Die Spannung, „in“ der Welt zu sein, und doch über sie hinaus verwiesen zu sein. 

Zusammen mit Prof. Dr. Andreas Holzem (Kirchenhistoriker an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen) und Dr. Britta Müller-Schauenburg CJ  (Fundamentaltheologin, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg; Geschichtswohlprojekt EMMAUS, München) diskutierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin) über die skizzierte Spannung zwischen institutioneller und geistlicher Reform. 

Ausgehend von Alain Badious Interpretation des Damaskusereignisses des hl. Paulus (Apg 9) fragte Engel, wie sich etwas wirklich Neues in Gesellschaft und Kirche ereignen könne. Für J.B. Metz war klar: Religion ist „Unterbrechung“ von Alltag, Selbstverständlichkeiten und immer schon Bekanntem. Allerdings motiviert die Unterbrechung nicht zum politikfernen Rückzug, sondern zu neuerlichem Engagement „in der Welt“, das dezidiert macht- und herrschaftskritisch ist und niemanden ausschließt. 

 

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Lehrveranstaltungen WS 2022/23


 
Christian Bauer OPL
• VL: Theologie der pastoral (Innsbruck) >>
• VL: Orte der Pastoral (Innsbruck) >>
UE: Homiletik (Innsbruck) >>
• SE: Forschungsseminar (Innsbruck) >> 
 
Thomas Eggensperger OP
WW: Theologie trifft Politik (CTS Berlin) >>
• WW: Lebensformen und Gemeinschaftsbildung (CTS Berlin) >>
• SE: Suche nach Frieden nach dem Frieden (KU Eichstätt) >>
LK: Hannah Arendt: On Revolution (KU Eichstätt) >>
LK: Theologie(n) in Europa – aktuelle Debatten (Hannover) >>
 
Ulrich Engel OP
VL: Wandel der Religiosität (CTS Berlin) >>
• WW: Spiritualität und Säkularität in urbaner Spätmoderne (CTS Berlin) >> 
• VL: Theologie und Erfahrung (PTH Münster) >>
 
Felix Geyer ISch
SE: Servicelearning (CTS Berlin) >>
 
Dennis Halft OP
• VL: Anfänge von Judentum, Christentum und Islam (Trier) >>
SE: Theorie und Praxis des interreligiösen Dialogs (Trier) >>
OS: Christlicher Antijudaismus in Trier (Trier) >>
 
 
 

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