Ulrich Engel OP diskutiert über Schönheit als Weg zu Gott

 

Abb.: op.org

[06.09.2021] Vom 1. bis zum 5. September 2021 fanden in Tallinn (Estland) anlässlich des 800. Jahrestages des Todes des hl. Dominikus die "Dominican Arts Days 2021" statt. Inspiriert und hauptverantwortlich organisiert wurden das dominikanische Kulturevent vom Socius des Ordensmeisters für Nordeuropa und Kanasa, Dr. Alain Arnould OP. Zusammen mit einem internationalen Team, zu dem auch Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin) gehörte, konnte der belgische Kunsthistoriker Arnould eine Ausstellung mit bildenden Künstler*innen aus dem Predigerorden, Konzerte und Theateraufführungen von estnischen Künstlern sowie Podiumsdiskussionen zu Themen wie Theater und Spiritualität oder Architektur und Spiritualität, Lesungen von Poet*innen aus Estland, Portugal und Spanien, einem Vortrag des Ordensmeisters der Dominikaner Gerard Timoner III OP und anderes mehr auf die Beine stellen. Die estnischen Gastgeber um den Theaterdirektor Lembit Peterson hatten den anwesenden ca. 40 Dominikaner*innen für die fünf Tage das Gebäude des "Theatrum" wie auch die ehemalige Dominikanerkirche St. Katharina in der estnischen Hansestadt zur Verfügung gestellt. 

Im Sinne eines Dialogs trafen die dominikanischen Künstler*innen Sr. Diana OP (Choreographin), Björn Engdahl OP (Maler), Felix Hernandez OP (Maler), Marie Kašparová OP (Videokünstlerin), Grégoire Laurent-Huyghues-Beaufond OP (Dichter), Marie-Augustin Laurent-Huyghues-Beaufond OP (Musiker), Mannes Marusak OP (Maler), Lembit Peterson OPL (Schauspieler und Dirigent), Antonio Praena OP (Dichter), Adam Rokosz OP (Photograph), Karel Simon OP (Photograph) und Dominic White OP (Komponist) auf eine Reihe von eingeladenen Künstler*innen aus Estland und Litauen, so Jurga Juodyte (Video), Eva Eensaar (Musik), Maria Peterson (Musik), Theatrum (Theaterkompanie), Jaan-Eik Tulve & Vox Clamantis (Musik), Pärt Uusberg (Komposition) und Kristjan Üksküla (Musik/Schauspiel/Literatur).

Ulrich Engel OP beteiligte sich zusammen mit Dominic White OP (Cambridge UK) und Gabriel Salume OP (Helsinki) an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Does Beauty Leads to God?", in der ausgehend von Thomas von Aquin die Frage nach dem Status des Schönen für die Gotteserkenntnis diskutiert wurde. Fraglich geworden ist dieser Zusammenhang jedoch nicht erst seit dem 20. Jahrhundert. Engel schlug in diesem Zusammenhang vor, im kreuzestheologischen Rückgriff eine Integration von Leid und Grauen auch in die bildkünstlerische Rede von Gott zu denken. Am Beispiel der in Tallinn gezeigten Gemälde von Björn Engdahl OP suchte er diesen theologisch-ästhetischen Zugriff auch am Kunstwerk selbst zu verdeutlichen.

Seitens der Süddeutsch-Österreichischen Provinz nahm Adam Roskosz OP (Berlin) an den Dominican Arts Days 2021 aktiv statt.

 

 

 

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Videobotschaft von Alain Arnould OP >>

 

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