Felix Geyer ISch predigt in der Katholischen Studierendengemeinde Edith Stein Berlin

 

Abb.: dominikaner.de

[08.08.2021] Anlässlich des 800. Todestags des hl. Dominikus, des Gründers des Predigerordens, feierten die Katholische Studierendengemeinde Edith Stein Berlin, die Mitglieder der dort angesiedelten Dominikus-WG und die Dominikanergemeinschaft M.-D. Chenu Berlin am 8. August 2021 gemeinsam einen Festgottesdienst in der KSG. Die Seelsorge an der Studierendengemeinde Berlin (West) und später an der aus den Einrichtungen in Ost- und West-Berlin vereinigten Gemeinde wurde und wird in großer Kontinuität von Brüdern des Dominikanerordens betrieben. Aktuell leitet P. Max Cappabianca OP (Dominikanerkommunität M.D. Chenu) die KSG Berlin.

Unter dem Motto "Das Feuer des Hl. Dominikus"  hielt P. Felix Geyer ISch die Predigt zum Jubiläumstag. Er lebt große Teile des Jahres in der Dominikanerkommunität im Prenzlauer Berg und ist seit dem 1. August d.J. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am dort angesiedelten Institut M.-Dominique Chenu Berlin. Zudem ist er als Doktorand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München im Fach Sozialethik (Betreuung: Prof. Dr. Markus Vogt) engagiert.

 


 

Lesung: 2 Tim 4 1-8; Evangelium: Mt 5, 13-19 

"Liebe Dominikaner, liebe Dominikus WG liebe Studierende der KSG,

Ihr, ja Ihr seid das Licht der Welt, Stellt euer Licht nicht unter den Scheffel! eine – wie ich finde begeisternd–motivierende und utopisch-radikale Botschaft ist es, die uns der Evangelist Matthäus da entgegenruft: Licht soll leuchten, soll gesehen werden, aber nicht damit ihr besser dasteht, sondern zum Lob Gottes. Motivierend-begeisternd, weil diese Art Hingabe, ganz für so eine Botschaft da, an einem größeren Sinn mitzuarbeiten, eine Sehnsucht trifft oder entfacht: Eine Sehnsucht, dass es etwas gibt, dass größer ist als alle Kleinigkeiten des Alltags, seien es Prüfungen, Vorträge, Verpflichtungen, die oft den Blick verengen.

Radikal, weil es auch unmöglich scheint, diesem gerecht zu werden, eben weil wir es ja doch dazu gehört einen Abschluss zu machen, Geld zu verdienen usw.

Diese Botschaft, radikal und begeisternd hören wir heute am Fest des Heiligen Dominikus, genau am Gedenktag seines 800 Todestages. Er wird wohl nicht umsonst mit Flamme oder Fackel dargestellt. Im älteren Wappen des Dominikanerordens aus dem 14. Jahrhundert stehen im Spruchband die drei Wörter, die diese Botschaft des Evangeliums des Leuchtens, ausdrücken: laudare Gott loben und in diese Haltung, dass Gott zu loben, ist zum täglichen Bewusstsein werden zu lassen, benedicere – übersetzt heißt das Segnen, wörtlich ist es gutes sagen – also segensreich wirken und praedicare, - Predigen und Verkündigen, je dort wo man steht und wie es angemessen ist. stehen für diesen Auftrag der ausstrahlenden, leuchtende Botschaft. Passend, dass eines der Symbole, mit denen er dargestellt wird, die Fackel ist [...]" 

 

 

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