"Pastoraler Ungehorsam": Ulrich Engel OP nimmt im RBB-Fernsehen Stellung  

 

Abb.: RBB

[07.07.2021] Im Nachgang zu dem am 15. März 2021 veröffentlichten Responsum der Glaubenskongregation in Rom, in dem die Möglichkeit zur kirchlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften kategorisch verneint wird, und im Anschluss an die Segnungsgottesdienste, die um den 10. Mai 2021unter dem Hashtag #liebegewinnt in vielen katholischen Kirchen Deutschlands gefeiert worden sind, befasste sich die Redaktion des RBB-Kulturmagazins "Unser Leben" ausführlich mit dem Thema "Ungehorsam". In der Ankündigung des TV-Format heißt es u.a.: "Ein Hauskollektiv, das der geplanten Stadtautobahn A 100 nicht weichen will - Mädchen, die sich gegen Rollenzwänge wehren - katholische Priester, die homosexuelle Paare segnen: Manchmal kommt man ohne Regelverstöße nicht weiter. Wann ist Ungehorsam konstruktiv und wann wird er unsozial?" 

Der von Cosima Jagow-Duda verantwortete abschließende vierte Teil des am 3. Juli gesendeten Beitrags thematisiert das Phänomen des pastoralen Ungehorsamen. Denn Gehorsamsstrukturen können gefährlich sein, davon ist Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin) überzeugt. Genauer anzuschauen sind s.E. in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund des massenweisen sexuellen und geistlichen Missbrauchs und dessen Vertuschung vor allem die kirchliche Machtstrukturen, die Menschen in Abhängigkeitsverhältnisse führen: „Da ist ein Priester, dem kann man nicht widersprechen. Da ist ein Bischof, den darf man damit nicht angehen, da ist eine kirchliche Autorität, die darf nicht in Frage gestellt werden.“ Engel vertritt die These, dass solcherart Gehorsamsstrukturen zumindest in Teilen den sexuellen und geistlichen Missbrauch in der Kirche befördert haben. 

 

Zum Video (4. Teil: Pastoraler Ungehorsam ab Min. 22:48) in der RBB-Mediathek >>

 

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