"feinschwarz.net" berichtet über pastorale Fortbildung mit Ulrich Engel OP

Foto: feinschwarz.net

[02.04.2020] "Knapp zwanzig pastorale Mitarbeiter*innen des Bistums Münster sitzen in unserer Runde in einem Bildungshaus fußläufig zum Kölner Hauptbahnhof. Natürlich mit gestalteter Mitte: Spielzeugeisenbahn und DB-Merchandise. Nicht ohne Grund: Wir wollen Kirche von der Bahn lernen und haben entsprechende Expert*innen eingeladen. Kai Distel, Disponent der Deutschen Bahn in Frankfurt ist der Erste. Er berichtet uns von seinem Werdegang bei der Bahn, dem Image seines Unternehmens, über Einstellungsvoraussetzungen für Disponenten, Vorbereitungen für den Deutschlandtakt, Kundenfeedback und Kommunikationstools der Deutschen Bahn.

Störung am Weihwasserbecken

Am Ende erzählt er uns, dass er gerne in Kirchen geht. Das tut ihm gut. Bei einem seiner letzten Kirchenbesuche hat er jedoch das Weihwasser im Weihwasserbecken vermisst. Spannend ist die Reaktion unserer Gruppe. Alle versuchen das Fehlen des Weihwassers zu erklären: „Das war wohl in der Karwoche.“ Oder: „Die Kirche war vielleicht nicht (mehr) katholisch.“ Der Tenor aller Reaktionen auf Distels Feedback geht in die gleiche Richtung: Es gibt einen logischen Grund, warum kein Weihwasser da ist, nur Herr Distel kennt den nicht. Niemand bestätigt ihm seinen Ärger. Keiner gibt zu, dass da wohl eine Störung vorgelegen hat und ein Fehler gemacht wurde. Und niemand erkennt, dass es für Herrn Distel keine Möglichkeit gab seine Beschwerde vor Ort loszuwerden. (…)"

Die Pastoralreferenten Daniel Gewand und Peter Havers aus dem Bistum Münster lernen gerne fremd: Nach der Kneipe haben sie nun von der Bahn gelernt. Als theologischer Experte mit dabei war Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster). Hier berichten Gewand und Havers von ihrem Experiment.

 

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