Ulrich Engel OP: Hauptreferent zum Thema "Geben und Nehmen"

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[10.02.2019] Die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitssektors stellt speziell die kirchliche Träger von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vor die Frage, wie mit der Spannung zwischen wirtschaftlichen Anforderungen einerseits und dem christlichen Anspruch andererseits umzugehen ist. Einfache Antworten gibt es nicht. Spannungen müssen ausgelotet (und oftmals auch ausgehalten) werden. Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, eine katholische Einrichtung zu führen? Thema der Tagung lautete "Geben und nehmen". In diesem Zusammenhang lautete Engels Leitfrage: Wie funktioniert Nächstenliebe unter dem wirtschaftlichen Vorzeichen?

Diese und andere heute drängende Fragen thematisierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Münster) auf dem Geistlichen Jahrestreffen 2019 der Alexianer - die Alexianer beschäftigen in ihren Einrichtungen ca. 150.000 Mitarbeiter*innen. Vor 125 Teilnehme*innen der Führungsebene der Alexianer - Stiftung, GmbH, Einrichtungen vor Ort -, die sich Anfang Februar im Kardinal Schulte Haus in Bensberg versammelt hatten, präsentierte Engel vorläufige Antworten aus verschiedensten Blickwinkeln:  

aus dem Blickwinkel der Wirtschaftsanthropologie, ist doch der Mensch im christlichen Verständnis immer mehr als bloß ein zahlender oder zahlungskräftiger Kunde;

aus dem Blickwinkel der Sozialethik, ist doch der Wert eines geretteten Lebens nicht in den Größen des ganz anders funktionierenden Geld-Wertes zu bemessen;

aus dem Blickwinkel der Ordensgeschichte, waren doch klösterlich-spirituelle Orte in der Geschichte vielfach Motoren für die wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Region;

aus dem Blickwinkel der Theologie, ist doch Gottes Gnade immer und zuerst ein Geschenk und verlangt nicht nach Tauschgerechtigkeit.

Spannende Diskussionen förderten manche Desiderate ans Tageslicht. Zugleich förderte das Gespräch das Verständnis für die jeweilig anderen Sichtweisen.

 

 

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