Forschungsprojekt: Workshop mit Ausbildungsverantwortlichen in Köln

 

[04.10.2015] Im Rahmen des von der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster und vom Institut M.-Dominique Chenu der Dominikaner in Berlin verantworteten Forschungsprojekts „Gemeinschaft und Individualisierung. Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?“ (2014-2016) trafen sich in Köln Ausbildungsverantwortliche aus verschiedenen Mendikantenorden – Franziskaner, Kapuziner und Dominikaner/-innen – zu einem dreitägigen theologischen Workshop (28.-20.10.2015).

Zum Ende unserer Arbeiten zur „Glaubensvermittlung in religiösen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen“ (2011-2013) hatte sich das Themenfeld Individualität, Pluralität und Gemeinschaftsbildung als neues, zentrales Forschungsdesiderat herauskristallisiert. Hier galt es ekklesiologisch und sozialethisch anzuknüpfen.

Kirchliche Dokumente aus den letzten 50 Jahren heben immer wieder die Verbindlichkeit des gemeinschaftlichen Lebens der Religiosen hervor. So bezeichnete Papst Franziskus in seiner Botschaft zur Eröffnung des Jahrs des geweihten Lebens die Ordensleute ausdrücklich als „Experten des gemeinschaftlichen Lebens“. Allerdings steht auch dieser – wie andere, in ordensinternen Texten formulierte Gemeinschaftsansprüche – unter dem Vorbehalt radikal pluraler Lebensentwürfe.