Th. Eggensperger OP und U. Engel OP bei deutsch-iranischer Begegnung in Köln

 

[6.5.2015] Auf Einladung der Stiftung für Islamische Studien (SIS) und des Dominikanischen Institut für christlich-islamische Geschichte (DICIG) nahmen Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (PTH Münster / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) und Prof. Dr. Ulrich Engel OP (PTH Münster / Instititut M.-Dominique Chenu Berlin) vom 1. bis 3. Mai 2015 an einer deutsch-iranischen Dialogtagung in Köln teil. Das Treffen versammelte ca. 35 schiitische und katholische Philosophen und Theologen auf Teheran, Gom, Frankfurt/M.-St. Georgen, Köln, Münster, Hamburg, Freiburg/Br., Vechta und Berlin.

Das im Mittelpunkt der Konferenzdebatten stehende Verhältnis von Religion und Vernunft ist - so wurde schnell deutlich - ein bleibendes Thema im Islam wie im Christentum. Gefragt wurde nach der Bestimmung der Relation in Geschichte und Gegenwart. Am Beispiel mittelalterlicher und moderner Denkbewegungen in Christentum und Islam konnten fruchtbare Ansätze einer reziproken Rezeption aufgezeigt werden. Interessanterweise spielte die Philosophie Hegels in der Vermittlung zwischen Ost und West eine überaus prominente Rolle. Konkretisierungen des Fides-/Ratio-Themas im Bereich der Bioethik und im Blick auf die einschlägigen Säkularisierungsphänomene machten auf die aktuellen Herausforderungen aufmerksam, denen sich Islam und Christentum gleichermaßen, grenz- und kulturüberschreitend zu stellen haben.

Th. Eggensperger zeigte in seinem Vortrag "mundane Zwischenorte" auf, an denen Muslime im Kontext pluralisierter und individualisierter Gesellschaftsformationen ihren Ort finden können. U. Engel konkretisierte das Fides-/-Ratio-Problem an Hand der innerkatholischen Debatten und Kontroversen zur Verhältnisbestimmung von Offenbarung und Geschichte bzw. von Theologie und Lehramt.

Die Veranstalter der Tagung:

Das Dominikanische Institut für christlich-islamische Geschichte (Hamburg) beschäftigt sich mit der Geschichte des christlich-islamischen Dialoges und versucht diesen Prozess der Auseinandersetzung und Verständigung nachzuzeichnen.

Die Stiftung für Islamische Studien (Berlin) ist eine noch junge Stiftung, mit dem Ziel, Stu­dien und Forschungsarbeiten im Bereich des Islam zu fördern. Sie bemüht sich darüber hinaus um den Ausbau und die Förderung des interreligiösen Dialogs.

→ Programm der Tagung >> 

→ Website der Stiftung für Islamische Studien (SIS) >> 

→ Website des Dominikanischen Instituts für christlich-islamische Geschichte (DICIG) >> 
  

 

 

 

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